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Offensive gegen letzte IS-Bastion hat begonnen

Die irakische Armee den Sturm auf die Altstadt von Mossul begonnen. Seit Wochen leisten dort die letzten IS-Kämpfer erbitterten Widerstand.
Heute Redaktion
14.09.2021, 00:05

Monatelang tobt nun schon der Kampf um die Stadt Mossul im Norden des Irak. Die Armee rückte mit Hilfe der US-Streitkräfte und zahlreichen paramilitärischen Milizverbänden gegen die Dschihadisten des Islamischen Staats (IS) vor.

Ein Großteil der Stadt konnte eingenommen werden, doch die Islamisten zogen sich über den Tigris in das alte Stadtzentrum zurück, wo sie sich seither verschanzten – bis heute.

Wie die deutsche "Zeit" in ihrer Onlineausgabe am Sonntag berichtet, hat die Armee zum Sturm auf, die mit Sprengfallen verminte, Altstadt Mossuls geblasen.

100.000 Zivilisten als Geiseln des IS

"Die Sicherheitskräfte haben im Morgengrauen damit begonnen, Teile der Altstadt zu stürmen", so ein Offizier des Sturmtrupps. Rund 100.000 Zivilisten sind noch in der Altstadt eingeschlossen. Den Bewohnern fehlt es an allem: Es gibt weder Nahrung, Trinkwasser oder Strom.

Mit dieser Offensive hofft die irakische Armee, Mossul endgültig aus dem Würgegriff der Terrormiliz zu befreien, in dem sich die Stadt seit über drei Jahren befindet.

IS wird zurückgedrängt

Die Rückeroberung Mossuls wäre ein schwerer Schlag gegen den IS. Die strategisch wichtige Handelsstadt ist die letzte Bastion der Dschihadisten im Irak. In der nun umkämpften Altstadt befindet sich auch die Moschee in der IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi bei seinem einzigen öffentlichen Auftritt vor seinen Anhängern predigte. Er selbst floh aus der Stadt, als die Offensive begann.

Auch um die selbsternannte Hauptstadt des IS-Terrorregimes ar-Raqqa (Syrien) toben seit Wochen starke Kämpfe. Vor rund zwei Wochen haben Rebellen die "große Schlacht" zur Vertreibung der Dschihadisten aus dem Norden Syriens begonnen.

(rcp)

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