Österreich

Öffi-Ticket ohne Grenzen: Land prüft AK-Forderung

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:09

Berufstätige in der Landeshauptstadt sind mit dem Jobticket der Linz AG bereits günstig und stressfrei in den Öffis unterwegs. Die Arbeiterkammer fordert nun die Ausweitung des Angebots auf das ganze Bundesland. Verkehrslandesrat Hermann Kepplinger (SPÖ) kündigt Verhandlungen an.

Mehr als 3000 Linzer Arbeitnehmer nutzen die spezielle Jahreskarte und sparen sich damit viel Geld. Und so funktioniert das Super-Ticket: Beteiligte Unternehmen in der Landeshauptstadt zahlen monatlich pro Mitarbeiter zwei Euro an die Linz-Linien. Durch diesen Grundbeitrag können die Beschäftigten dieses Betriebes die Netzkarte um 40 Prozent günstiger erwerben - statt um 370 um 222 Euro.

Dieses Tarifmodell soll für alle öffentlichen Verkehrsmittel im Bundesland gelten, fordert nun AK-Präsident Johann Kalliauer. Damit könnten sich Zigtausende Pendler viel Geld sparen und es gäbe einen weiteren Anreiz zum Umstieg auf Bus und Bahn. Darüber hinaus haben Mitarbeiter die Möglichkeit, am Wochenende mit ihren Familien gratis zu fahren, ergänzt Kalliauer. Ein Brief mit der entsprechenden Forderung ging nun an Verkehrslandesrat Kepplinger.

Der Wunsch der Arbeiterkammer ist berechtigt, reagiert nun Kepplinger auf das Schreiben. Sein Büro habe sich bereits mit dem Verkehrsverbund in Verbindung gesetzt. Die große Herausforderung wird aber, die Unternehmen im Bundesland für das Ticket zu gewinnen, gibt er zu bedenken. In Linz unterstützen die teilnehmenden Firmen durch ihren Grundbeitrag die Finanzierung. Ist diese gesichert, könne man konkret verhandeln, so Kepplinger.

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