Politik

ÖGB-Chef überlegt Arbeit für Asylwerber

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:51

ÖGB-Präsident Erich Foglar hält lässt einen erleichterten Arbeitsmarkt-Zugang für Asylwerber für möglich, wie er im Ö1-"Morgenjournal" am Freitag signalisierte. Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) will nun einen erleichterten Arbeitsmarkt-Zugang für Asylwerber diskutieren lassen. Erfreut zeigt sich dazu die Cartias und die Grünen.

ÖGB-Präsident Erich Foglar hält lässt einen erleichterten für möglich, wie er im Ö1-"Morgenjournal" am Freitag signalisierte. Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) will nun einen erleichterten Arbeitsmarkt-Zugang für Asylwerber diskutieren lassen. Erfreut zeigt sich dazu die Cartias und die Grünen.

Wenn es eine sinnvolle Erleichterungsmöglichkeit gebe, den Menschen Zugang zum Arbeitsmarkt zu verschaffen, solle man sich einer grundsätzlichen Diskussion nicht verwehren, meinte der Gewerkschaftschef im Interview. Die Gewerkschaft der Privatangestellten, größte Teilorganisation des ÖGB, tritt bereits seit einem Jahrzehnt dafür ein.

Der Sozialminister will nun Sozialpartner-Gespräche zu dem Thema einleiten. Hundstorfer ist hingegen nicht zuletzt angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit dagegen. Wiederholt wies der Ressortchef darauf hin, dass es nach drei Monaten ohnehin die Möglichkeit gebe, Saisonjobs anzunehmen. Damit ist Hundstorfer ganz auf Linie mit Innenministerin und ÖAAB-Chefin Johanna Mikl-Leitner, während sich Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung (wie diverse Hilfsorganisationen und das UNHCR) schon seit langem bessere Beschäftigungsmöglichkeiten für Asylwerber wünschen.

Caritas und Grüne erfreut

"Es ist eine langjährige Forderung der Caritas, den Arbeitsmarktzugang für AsylwerberInnen in Österreich zu erleichtern. Der Vorstoß der Gewerkschaft ist sehr zu begrüßen", so Caritas Präsident Michael Landau.

"Ich begrüße die heutigen Aussagen von Gewerkschaftspräsident Foglar bezüglich Änderungen beim Arbeitsmarktzugang von Schutzsuchenden. Seit 2004 zwingen nämlich unsere Gesetze AsylwerberInnen zu oft jahrelangem Nichtstun und damit zur finanziellen Abhängigkeit vom Staat. Es ist nicht verständlich, warum arbeitsfähige und arbeitswillige Menschen sich nicht selbst versorgen dürfen. Das würde auch die Kosten der Grundversorgung von Asylwerbern senken", sagt die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Alev Korun.

 

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