Das Verteidigungsministerium muss bis 2014 eine halbe Milliarde Euro einsparen. Dazu schnürt Minister Norbert Darabos derzeit ein rigides Sparpaket – Details noch streng geheim! Gerüchten zufolge findet sich sogar das Militärgymnasium auf der Streich-Liste. Ohne diese Spezial-AHS stünde das Heer aber bald ohne Offiziere da.
„Ein Viertel unserer Offiziere rekrutiert sich aus unserem Gymnasium“, erläutert Hannes Kerschbaumer, Sprecher der Militärakademie Wr. Neustadt (MILAK). Er weiß allerdings (noch) nichts von Schließungsplänen. Sollte das Schulbataillon – so heißt das Militärgymnasium offiziell – eingespart werden, wie die VP Wr. Neustadt befürchtet („Heute“ berichtete), stünde unser Bundesheer bald vor einem massiven Führungsproblem. Für renommierte Militärexperten wäre die Einsparung des Heeresgymnasiums wohl der falsche Ansatz: Bezweifeln sie doch in der aktuellen Debatte die Sinnhaftigkeit der Wehrpflicht und heben die Wichtigkeit von gut ausgebildeten Berufssoldaten hervor.
Auch Bildungsexperten sagen: „Jede Schule, die eingespart wird, ist eine zu viel.“ Im heurigen Schuljahr besuchten 200 Schülerinnen und Schüler das Gymnasium der MILAK.
Lisa Steiner