Mittwochfrüh knipste "Heute"-Leserin Melanie S. in Wien-Döbling einen telefonierenden 5B-Lenker. Kurz darauf wurde er vom Dienst abgezogen und suspendiert.
"Das telefonieren ohne Freisprecheinrichtung ist eines der schwersten Vergehen eines Linienbuslenkers überhaupt", zeigt Gschwindl-Verkehrsleiter Josef Seemann kein Verständnis für den handyfonierenden 5B-Chauffeur. "Sogar mit Freisprecheinrichtung wäre das verboten."
Wie berichtet, hatte "Heute"-Leserin Melanie S. den Übeltäter am Mittwoch kurz nach 8 Uhr in Döbling beim Telefonieren am Steuer fotografiert. Als der Busfahrer das bemerkte, soll er ihr den Mittelfinger gezeigt und sie bedroht haben.
Lenker sofort vom Dienst abgezogen
Die Konsequenzen kamen ohne Verspätung: Als er durch "Heute" von dem Vorfall erfuhr, ließ Seemann den Lenker vom Dienst abziehen und nach Hause schicken. "Er wurde mit sofortiger Wirkung suspendiert", so der Gschwindl-Prokurist.
Am Donnerstag wird es dann im Gschwindl-Büro – der Verkehrsbetrieb bedient im Auftrag der Wiener Linien unter anderem die Buslinie 5 B – ein Gespräch zwischen Verkehrsleiter und Busfahrer geben. "Auch der Betriebsrat wird dabei sein", so Seemann, der gegenüber "Heute" ankündigt: "Der Lenker wird eine sehr gute Begründung brauchen, warum er am Steuer telefoniert hat. Wir sind da sehr streng. Wenn wir hier als Firma nicht reagieren, kommen solche Vergehen immer öfter vor."
Man wolle und müsse Qualität liefern, schließlich habe der Fahrgast das Recht darauf, sicher von A nach B gebracht zu werden, betont Seemann. (ck)