Öl-Gigant ExxonMobil jubelt wegen hoher Spritpreise

Bild: Jason Reed / Reuters
Die hohen Spritpreise haben dem US-Ölmulti ExxonMobil im vergangenen Jahr einen Traumgewinn von unterm Strich 41,1 Milliarden Dollar beschert. Das sind umgerechnet 31,2 Milliarden Euro. Die Summe würde ausreichen, um damit auf einen Schlag die Deutsche Bank zu kaufen. ExxonMobil betreibt in Deutschland die Tankstellen-Kette Esso und bohrt dort mit einer umstrittenen Methode nach Erdgas.


Konzernchef Rex Tillerson sprach am Dienstag am Firmensitz in Texas schlicht von "starken Ergebnissen". Selbst für amerikanische Dimensionen ist der Gewinn aber gigantisch: Apple hatte angesichts boomender iPhone- und iPad-Verkäufe im vergangenen Geschäftsjahr (das bereits im September endete) seinen Gewinn auf 25,9 Mrd. Dollar hochschrauben können.

Rennen gegen Apple
Der texanische Ölmulti und der kalifornische Technologiekonzern liefern sich seit Monaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel des wertvollsten Unternehmens der Welt. Momentan liegt Apple mit 422 Mrd. Dollar knapp vorne. Die Exxon-Aktie verlor vorbörslich sogar leicht. Die Exxon-Investoren sind Megagewinne gewöhnt. Im Jahr 2010 hatte der Ölkonzern 30,5 Mrd. Dollar verdient.

Angesichts der hohen Ölpreise hatten auch die Rivalen zuletzt kräftige Gewinnsprünge vermelden können. So sahnte die ebenfalls US-amerikanische Chevron 26,9 Mrd. Dollar ab und erzielte damit einen Firmenrekord. Das Geld würde ausreichen, um etwa die Deutsche Post zu schlucken. ConocoPhillips kam auf 12,4 Mrd. Dollar.

ExxonMobil konnte sowohl die Gewinne aus der Förderung von Öl und Gas, als auch aus der Weiterverarbeitung steigern. Zudem besitzt ExxonMobil eine Chemiesparte, deren Gewinn allerdings schrumpfte. Der Gesamtumsatz kletterte um 26 Prozent auf 486,4 Mrd. Dollar. Alleine im Schlussquartal konnte der Multi unterm Strich 9,4 Mrd. Dollar verdienen.

APA/red
Nav-Account heute.at Time| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen