Die Große Rodl ist für ihre Bachforellen und Barben bekannt. Der Nebenarm der Donau fließt durch Zwettl in Oberösterreich und genau dort drohte am Donnerstag eine Ölpest. Nur ein stundenlanger Feuerwehreinsatz und die Zusammenarbeit der Freiwilligen Feuerwehr mit Experten aus Bad Leonfelden konnte verhindern, dass rund 100 Liter Heizöl ins Gewässer flossen.
Um 8.30 Uhr bemerkte der Klärwart der Kläranlage in Zwettl an der Rodl einen Ölfilm auf einem der Säuberungsbecken der Anlage. Er nahm an, dass das Öl aus der Kanalisation stammte. Der Angestellte erkannte den Ernst der Lage und schlug sofort bei der Feuerwehr, der Bezirkshauptmannschaft und beim Land Oberösterreich Alarm.
Die Freiwillige Feuerwehr Zwettl nahm die Lage unter die Lupe und holte sich Unterstützung von Experten der Stützpunktfeuerwehr Bad Leonfelden. Während die Feuerwehr begann, Dutzende Liter Öl abzupumpen, untersuchten Behörden und Polizei, woher das Öl stammte.
Öl zur Quelle zurückverfolgt: Defekte Heizung schuld
Wie schon befürchtet, war das Öl durch die Kanalisation ins Klärbecken gelangt. Der Ölfluss wurde zurückverfolgt. Schließlich stießen die Zuständigen auf die Quelle. Die rund 100 Liter Heizöl waren aus einer Heizanlage ausgetreten und so ins Kanalsystem gelangt. Es wird vermutet, dass es sich um ein technisches Gebrechen handelte. Nach stundenlangem Einsatz, konnte Entwarnung gegeben werden. Bachforellen und Barben bekamen zum Glück gar nicht mit, in welcher Gefahr sie geschwebt waren.