Oligarch schickt Privatjet für Koffer nach Österreich

Eine solche Gulfstream G650 landete in Salzburg, um einen Koffer abzuholen.
Eine solche Gulfstream G650 landete in Salzburg, um einen Koffer abzuholen.picturedesk.com
Ein russischer Oligarch sorgt mit seiner Aktion für Aufsehen: Er ließ seinen Privatjet in Moskau aufsteigen und in Salzburg landen - um einen Koffer aus seinem österreichischen Zweitwohnsitz abzuholen.

Mehrere Zehntausend Euro kostete die Kofferabholung den nicht näher genannten russischen Oligarchen. Spekulationen gibt es aber, wer es gewesen sein könnte, denn die Gulfstream G650 mit dem Kennzeichen LX-MOW nutzen eigentlich hochrangige Russen wie Putin-Freund und Wneschekonombank-Chef Igor Schuwalow sowie seine Familienmitglieder. Der Privatjet hob in der Nacht in Moskau ab und landete frühmorgens am Samstag in Salzburg.

70-minütiger Aufenthalt

70 Minuten später hob er bereits wieder ab und flog zurück nach Moskau. Wie mehrere russische Medien berichten, hatte der Jet extra eine Ausnahmegenehmigung einholen müssen, um landen und einen Koffer aus dem Zweitwohnsitz des Orligarchen, der Villa Campeau in Burgau am Attersee, abholen zu können. "Es wurden Koffer und andere Sachen von Zweitwohnbesitzern in Österreich abgeholt", bestätigte eine Sprecherin aus dem Gesundheitsministerium gegenüber dem ORF. Passagiere seien keine an Bord gewesen.

Nicht der erste Fall

Eigentlich herrscht in Österreich bis zum 22. Mai ein Landeverbot für Flugzeuge aus Corona-Krisengebieten. Die aktuelle Landung sei wie eine bereits am 4. Mai durch einen Bombardier-Jet erfolgte durch eine Ausnahmegenehmigung möglich gewesen. Damals sei die Maschine von Rosneft-Chef Igor Setschin am Flughafen Wien-Schwechat gelandet, um drei Tage lang gewartet zu werden und dann wieder nach Moskau abgehoben.

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