Wirtschaft

Ölpreis beschert OMV großen Gewinn

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:26

Vor allem dem hohen Ölpreis, dem kalten europäischen Winter und der Wiederaufnahme der Produktion in Libyen hat es die OMV zu verdanken, dass sie im ersten Quartal 2012 sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn kräftig zulegen konnte.

Der Umsatz stieg um 28 Prozent auf 10,368 Mrd. Euro, der Betriebserfolg (EBIT) um 12 Prozent auf 912 Mio. Euro und der den Aktionären des Muttergewinns zurechenbare Nettogewinn erhöhte sich um 22 Prozent auf 452 Mio. Euro. Wesentlichen Anteil am OMV-Erfolg hatte ihre Rumänien-Tochter Petrom, die 413 Mio. Euro zum Konzern-EBIT beitrug. Das Ergebnis je Aktie betrug 1,39 Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Das CCS EBIT (vor Sondereffekten) verbesserte sich von 732 auf 800 Mio. Euro. Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit erhöhte sich um fast die Hälfte auf 1,290 Mrd. Euro. Der Mitarbeiterstand wurde weiter verringert, er beträgt jetzt rund 29.300 (-6 Prozent).

In Libyen erreichte die Produktion rasch wieder rund 85 Prozent des Vorkrisen-Niveaus. Es werde aber "eine Herausforderung" sein, dieses hohe Produktionsniveau dort zu halten, denn dazu müsste die Sicherheitslage noch verbessert werden, sagte OMV-Chef Gerhard Roiss am Vormittag in einer Telefonkonferenz. Im Jemen werde nach wie vor nicht produziert, weil die Exportpipeline noch nicht wieder hergestellt sei.

Den Großteil ihres Gewinns erwirtschaftet die OMV im Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E&P). Die Produktionsmengen waren zwar trotz des Wiederanstiegs der Produktion in Libyen geringer als im ersten Quartal 2011, wegen des hohen Ölpreises fiel der Betriebserfolg (EBIT) im Bereich E&P aber mit 766 Mio. Euro um 13 Prozent höher aus. Zum Vergleich: Der Bereich Gas und Power (G&P) steuerte 99 Mio. Euro (+35 Prozent) zum Konzern-EBIT bei, 84 Mio. Euro (-14 Prozent) stammten von Raffinerien und Marketing (R&M).

Der Brent-Preis in US-Dollar lag um 12 Prozent über dem Niveau des ersten Quartals 2011, während sich der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns um 11 Prozent auf 104,87 Dollar/bbl erhöhte. Der durchschnittlich im Konzern erzielte Gaspreis in Euro war um 2 Prozent höher als vor einem Jahr.  Für das Gesamtjahr 2012 geht die OMV von einem durchschnittlichen Brent-Rohölpreis über 100 Dollar (76,8 Euro) pro Barrel aus. Gleichzeitig sollten sich die Raffinerie-Margen gegenüber dem 1. Quartal erholen, so die Erwartung.

Das Gesamtvermögen der OMV erhöhte sich um 5 Prozent auf 29,85 Mrd. Euro, die Eigenkapitalquote blieb mit rund 47 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Per 31. März 2012 betrugen die kurz- und langfristigen Kredite, Anleihen und Finanzierungsleasingverbindlichkeiten 4,76 Mrd. Euro (31. Dezember 2011: 4,962 Mrd. Euro). Die Nettoverschuldung verringerte sich auf 3,828 Mrd. Euro (4,603 Mrd. Euro Ende 2011). Der Verschuldungsgrad (Gearing Ratio) betrug per 31. März 27,6 Prozent (31.12.: 34,3 Prozent).

Die Anleger zeigten sich von den guten Quartalzahlen der OMV unbeeindruckt: Der Kurs der OMV-Aktie gab bis 12.30 Uhr um 3,36 Prozent auf 24,30 Euro nach, während der ATX nur um 1,48 Prozent nachgab.

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