Wintersport

Olympia-Eklat: Reporter wird live aus dem Bild gedrängt

Bereits im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Peking wurde von Schikanen für Reporter berichtet. Das zeigt nun auch ein erster Eklat live im TV. 
Heute Redaktion
05.02.2022, 10:41

Dass es China mit der Pressefreiheit nicht immer so ernst nimmt, ist bekannt, wird am Rande des Sport-Events in Peking stets beiseite geschoben. Ein erster Vorfall zeigt jedoch nun auf, dass das chinesische Regime entschlossen ist, kritische Berichterstattung - auch durch ausländische Journalisten - zu unterbinden. 

Reporter in Live-Bericht bedrängt

Konkret geht es um Sjoerd den Daas, Korrespondent des niederländischen öffentlich-rechtlichen Sender "NOS", der etwa eine Stunde vor dem Beginn der Eröffnungsfeier am Freitag live berichtete. 

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Doch als der Reporter zu sprechen beginnen wollte, kam plötzlich ein chinesischer Security ins Bild und drängte den Reporter zurück. Weitere Männer gestikulierten dem Kameramann, dass er nicht mehr weiter filmen solle. Die Live-Schaltung wurde schließlich abgebrochen. 

"Einer war übereifrig"

Kurz darauf konnte der niederländische Journalist dann wieder aus China berichten. Diesmal stand er nicht mehr vor dem  "Vogelnest", in dem die Eröffnungsfeier stattfand - wohl der Auslöser für das Einschreiten der Sicherheitskräfte. "NOS" teilte das kurze Video selbst in sozialen Netzwerken. 

Mittlerweile hat sich auch das IOC selbst zu Wort gemeldet, spielte den Vorfall herunter. "Es waren unglückliche Umstände, da war einer übereifrig. Solche Dinge passieren", meinte Sprecher Mark Adams. Das IOC habe "NOS" kontaktiert und versichert, dass Medienvertreter ihrer Arbeit nachgehen können.