Seit August wirkt Salesianerpater Bernhard Maier in der Pfarre Amstetten. Er baut sein Wissen um den Sport gerne in die Predigten ein und kennt auch viele Aussagen von Sportvorbildern zum Glauben. Bekannt ist er als "Olympia-Kaplan", von 1984 bis 2012 begleitete er die österreichische Mannschaft zu bei 16 Olympischen Spielen. Neben den heimischen Größen wie Hermann Maier, Benni und Marlies Raich (ehemals Schild) machte er auch die Bekanntschaft von Legenden wie Muhammed Ali.
Mit vielen Sportler feierte er Gottesdienst, tröstete, traute, oder taufte sogar ihre Kinder. Bei den 24. Winterspielen in Peking ist er diesmal nicht dabei. "Die fröhliche Begegnung von Menschen aus aller Welt, Begeisterung und Lebensfreude", werde aber Pandemiebedingt dort fehlen, fürchtet der habilitierte Sportwissenschaftler des Don Bosco-Ordens. Trotz aller widrigen Bedingungen: Pater Bernhard wünscht den Sportlern alles Gute, schöne Begegnungen und Österreich einen Medaillen-Regen.
Die Rahmenbedingungen in Peking beobachtet der erfahrene Olympia-Besucher gespalten. "Sie haben sich angestrengt! Allerdings verweist er auch auf die Menschenrechtsverletzungen, auf die Überwachungspraxis im Land sowie die Umweltproblematik und er befürchtet, dass in einigen Jahrzehnten Winterspiele kaum oder nicht mehr möglich sind. Er hofft, dass die Fröhlichkeit und die Lebensfreude der Athleten auf die Welt überschwappt - auch wenn die Spiele Corona-bedingt eher in einer Blase stattfinden", meint er.