McDonald's und das Olympische Komittee sorgen mit einem außergewöhnlichen Vertrag für Aufregung. Die Fast-Food-Kette hat sich das ausschließliche Recht zusichern lassen, Pommes frites zu verkaufen. Andere Anbieter dürfen die kleinen Kartoffelscheiben nur im Zusammenhang mit dem traditionellen englischen Gericht Fish 'n' Chips servieren.
McDonald's und das Olympische Komittee sorgen mit einem außergewöhnlichen Vertrag für Aufregung. Die Fast-Food-Kette hat sich das ausschließliche Recht zusichern lassen, Pommes frites zu verkaufen. Andere Anbieter dürfen die kleinen Kartoffelscheiben nur im Zusammenhang mit dem traditionellen englischen Gericht Fish 'n' Chips servieren.
Das Londoner Olympische Organisationskomitee (Locog) hat am Mittwoch mit einem Hinweis aufhorchen lassen. Ausschließlich McDonald's darf im Olympiapark Pommes frittes verkaufen. Es gebe nur ein einziges Schlupfloch für die benachteiligten anderen Gastronomen: Das Kommittee war immerhin so vernünftig, beim traditionellen Gericht Fish 'n' Chips eine Ausnahme zu machen. Bei diesem Gericht darf weiterhin jeder Pommes servieren
"Aufgrund von Sponsoring-Verpflichtungen mit McDonald's hat Locog das Catering-Team angewiesen, dass sie nicht länger selbst Pommes frites im Olympiapark servieren dürfen", heißt es in der Mitteilung. Offenbar hat das Organisationskomitee aber ein schlechtes Gewissen. Dieses bat darum, nicht den Kellnern die Schuld zu geben, wenn diese keine Pommes auf den Tisch stellen dürfen.
Unverständis über mächtige Sponsoren
Die britischen Medien reagieren mit Entsetzen auf die Vereinbarung mit McDonald's. Das Sponsoring habe "endgültig den Verstand verloren", schrieb der Telegraph. Die Fast-Food-Kette hat in London anlässlich der Olympischen Spiele die größte Filiale der Welt eröffnet.
Für Kritik sorgte auch der Umstand, das Fast Food und Sport nicht unbedingt gut zueinander passen. Selbst der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, sieht das kritisch. In einem Interview mit der Financial Times gab er zu, dass die Entscheidung für McDonald’s heikel war. Man habe aber mit Vertretern des Unternehmens Gespräche über die fortschreitende Fettleibigkeit und Maßnahmen dagegen besprochen.