Keine Medaille, drei frühe Ausfälle, ein Mal "Blech"! So lautet die bittere Peking-Bilanz von Gold-Hoffnung Mikaela Shiffrin. Die Ski-Dominatorin erlebte in China Olympische Winterspiele zum Vergessen.
In ihren Paradedisziplinen, dem Slalom, Riesenslalom und der Kombination, schied die 26-Jährige jeweils aus. Bilder der in Tränen aufgelösten Sportlerin gingen um die Welt. Sie sprach offen über den Druck, der auf ihr laste, veröffentlichte Hass-Botschaften aus den sozialen Netzwerken und stellte ihre gesamte Karriere in Frage.
Fans sind in Sorge, dass sich die Ausnahme-Athletin in den Sport-Ruhestand zurückziehen könnte. Jetzt spricht Shiffrin und nimmt ihren Anhängern diese Angst. Denn: Sie hat sich die Winterspiele 2026 in Cortina als Ziel gesetzt.
Das kann nur heißen, dass Shiffrin weiterfährt und immer noch Erfolgshunger verspürt. Auf Cortina angesprochen, sagt sie im Interview mit "olympics.com": "Ich liebe Cortina. Ich liebe es, dort Wettkämpfe zu bestreiten." Kein Wunder, im italienischen Ort holte Shiffrin vergangenes Jahr bei der WM Gold in der Kombi, Silber im Riesenslalom, Bronze im Slalom und Super-G.
Innerhalb der nächsten vier Jahre könne viel passieren. Aber, so Shiffrin: "Ich setze mir das Ziel, dann dabei zu sein und zwar in bestmöglicher Verfassung." Shiffrin ist bereits Doppel-Olympiasiegerin (Sotschi, Pyeongchang), will ihre Medaillensammlung aber allem Anschein nach weiter ausbauen.