Eric Frenzel durfte kurz vor dem Teambewerb der Nordischen Kombinierer die Corona-Quarantäne verlassen. Er konnte sich freitesten, bestand einen Belastungstest. Topfit ging er aber allem Anschein nach nicht an den Start.
Denn: Als er am Donnerstag als dritter Läufer des deutschen Teams ins Ziel kam, ließ er sich zu Boden fallen. Die TV-Kameras fingen ein, wie der 33-Jährige Blut spuckte. Der Kombinierer wurde medizinisch versorgt, fehlte, als seine Kollegen wenig später über den Gewinn der Silbermedaille jubelten.
Dann die Entwarnung. Frenzel tauchte im Zielraum auf, gab der ARD ein Interview: "Ja, es geht jetzt wieder. Ich muss mir den Lauf von Vinzenz noch mal anschauen, ich habe nichts mitbekommen. Ich habe gerade eben erst erfahren, dass wir Silber geholt haben. Ich bin überglücklich, dass sie ausgemerzt haben, was ich so ein bisschen verbockt habe."
Frenzel spürt ganz offensichtlich noch die Nachwirkungen seiner Covid-Erkrankung, hat sich bei seinem Lauf völlig verausgabt. In der Quarantäne konnte er zudem nur mit einem Fahrrad-Ergometer trainieren.