Online-Weinhandel legt in Krise deutlich zu

Einen wirtschaftlichen Silberstreif am Horizont ist für den Online-Weinhandel spürbar. Viele Händler verzeichnen deutliche Zuwachsraten im Vertrieb.

"Es wird der Wein sein", heißt es in einem alten Wiener-Lied. Und dass Österreicher gerne einen guten Tropfen trinken, zeigt sich auch in der aktuellen Krise. Sieht man sich aktuelle Entwicklungen im Weinhandel an, dann bekommt dieser Satz eine neu gewonnene Aktualität. Viele Sparten der Wirtschaft haben aktuell schwer mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen.

Doch zumindest viele Weinhändler verzeichneten in den letzten Tagen eine deutliche Zuwachsrate. Dies betrifft in erster Linie den Online-Vertrieb der Ware. Die Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM) unterstützt diese Entwicklung mit der Kampagne "Schmecke die Herkunft", die auch den Winzer-Direktvertrieb ins Zentrum rückt.

Die Corona-Krise und der damit verbundene Rückzug in die eigenen vier Wände hat vor allem die Internetnutzung und den Online-Handel stark angekurbelt. Das dürfte auch für Weinhändler gelten. Manche von ihnen freuen sich aktuell gar über Steigerungen im niedrigen zweistelligen Bereich.

Die heimische Weinhandelskette Wein & Co registrierte in den vergangenen 14 Tagen beinahe eine Verdreifachung des Online-Umsatzes im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt.

So positiv dieser Trend für viele Händler auch sein mag, kann er nicht über den allgemeinen Umsatzrückgang, der sich in anderen Sparten, etwa der Gastronomie, niederschlägt.

Kampagne soll helfen

Einen Beitrag den positiven Online-Trend fortzusetzen, soll die Kampagne "Schmecke die Herkunft" liefern. Vor allem in den sozialen Netzwerken soll die Lust auf einen edlen (heimischen) Tropfen geweckt werden.

Herzstück der Werbeaktion ist eine eigene Website, auf der Interessierte alle Informationen zu Winzern mit Ab-Hof-Verkauf, Online-Weinhändlern sowie zu allen österreichischen Weinbaugebieten finden.

"Die Treue österreichischer Weingenießer zu den heimischen Weinbauern sucht ihresgleichen und ebbt auch jetzt sichtlich nicht ab", freut sich der ÖWM Geschäftsführer Chris Yorke. "Mit unserer Kampagne wollen wir diese große Solidarität unterstützen und zeigen: Direkt beim Winzer, im Handel oder beim Online-Weinhändler kann man weiterhin problemlos guten heimischen Wein kaufen."

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