Österreich

OÖ: 41 "Schwänzer" angezeigt

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:53

Sie faulenzen am Strand in Kroatien während ihre Schulkollegen bei Turmrechnungen und Aufsätzen schwitzen: 41 Anzeigen wegen unerlaubten Fernbleibens hagelte es im Bundesland im Vorjahr. Ein Grund: Mama und Papa planten ihren Urlaub in der Vorsaison. Meldungen bei den Behörden sind aber nur die Spitze des Eisbergs.

Schwänzen wegen akutem Schönwetter kann teuer werden: Mit Geldstrafen bis zu 220 Euro müssen Eltern von Zöglingen rechnen, die es mit der Schulpflicht nicht so genau nehmen. Der Schule fällt alles auf, warnt Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer, in dessen Büro schon viele Ausreden notorischer Fernbleiber zu hören waren: So gibt es oft schon mal den Onkel, der zum fünften Mal gestorben ist. Das ist nicht wirklich kreativ. Zur Anzeige kommt es erst dann, wenn wirklich nichts anderes mehr hilft. Zuerst werden die Eltern zum Gespräch eingeladen. Auch für Schüler kann Schwänzen schlimme Folgen haben: Bei zu vielen Fehlstunden werden einzelne Fächer nicht benotet. Im schlimmsten Fall heißt das Sitzenbleiben.

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