Österreich

OÖ: DNA-Massen-Test in Gosau?

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:53

Vor Schreck hingefallen und gestorben - oder doch eiskalt erdrosselt? Nach dem Tod einer Gosauerin (86) tappen die Mordermittler noch immer im Dunkeln. Mögliche Verdächtige gibt es viele, die Tat dann aber auch zu beweisen, ist schwierig. Denkbar: Mehrere Einheimische könnten zu einer DNA-Abgabe gebeten werden.

Natürlich macht sich jeder seine Gedanken, wer es gewesen sein könnte, meint der Gosauer Bürgermeister Gerhard Gamsjäger im Gespräch mit Heute. Und auch die Linzer Mordermittler selbst glauben nicht an einen Einbruch, der mörderisch endete. Viel mehr untersuchen die Kriminalisten jetzt das persönliche Umfeld des Opfers, befragen Verwandte, Bekannte und die Nachbarn. Allerdings: Die schweigen lieber, anstatt uns zu helfen, beklagt sich ein Polizist: Keiner will etwas gesehen haben, obwohl jeder Fremde in dieser beschaulichen Region sofort auffallen würde

Die Kripo ist somit auf Spuren angewiesen, die am Tatort in tagelanger Arbeit gesichert werden konnten. Lange hoffte man, dass der Täter seinen genetischen Fingerabdruck am Griff eines eingeschlagenen Fensters hinterlassen haben könnte - leider Fehlanzeige. Unklar ist nach wie vor auch, ob etwas gestohlen wurde. Wenn es nur Bargeld war, wirds schwierig. Geld hat kein Mascherl, meint Sicherheitsdirektor Alois Lißl. Einen Kreis von Verdächtigen gebe es ebenso wenig wie ein handfestes Motiv, das im persönlichen Umfeld zu finden wäre. Was die Ermittler aber weiterbringen würde: ein Massen-DNA-Test. Das würden wir aber erst andenken, wenn wir gar keine Ideen für weitere Ermittlungen mehr hätten, so ein Polizist.

Robert Loy

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