Mit zahlreichen Messereinstichen am ganzen Körper wurde Andrea Friedl (47) tot in ihrer Wohnung in Rohrbach aufgefunden. Die Mordgruppe des Landeskriminalamtes verhaftete einen 25 Jahre alten Handwerker. Er soll nicht nur den Mord an der Frühpensionistin, sondern auch jenen an einer Spaziergängerin (60) gestanden haben. Die Taten waren laut Polizei sexuell motiviert.
Schreckliches musste der Onkel der 47-jährigen Mühlviertlerin mitmachen: Als er kurz nach Mittag in der Bezirkshauptstadt die Wohnung seiner Nichte betrat, machte er wohl den grausigsten Fund seines gesamten Lebens. Andrea Friedl lag blutüberströmt auf dem Boden. Der leblose Körper der arbeitslosen Frau war mit zahlreichen Messereinstichen überzogen.
Mutmaßlicher Mörder schlug schon einmal zu
Als Täter präsentierte die Polizei heute einen 25 Jahre alten Handwerker. Laut Polizei gab er zu, Friedl in der Vorwoche erstochen zu haben. Außerdem habe er im Vorjahr eine 60-jährige Frau in einem Wald erdrosselt.
Streit bei Reparaturarbeiten
Die Polizei untersuchte zunächst das Umfeld des Opfers und nahm wenig später den 25-jährigen arbeitslosen Tischler fest. Laut Polizei gab er an, er habe bei der Frau am Dienstag vergangener Woche den Fußboden ausgebessert. Dabei sei es zu einem Streit gekommen. Er sei auf die Frühpensionistin losgegangen und habe mehrfach mit einem Messer auf sie eingestochen. Heute Früh gab der 25-Jährige dann noch eine weitere Bluttat zu: Er habe vergangenen Sommer einer 60-jährigen Frau angeboten, sie nach Hause zu begleiten und sie dann erdrosselt.
Leiche in Waldstück
Die Leiche wurde rund eine Woche nach der Tat in einem Waldstück nahe der Kirche Maria Trost gefunden. Sie war wegen der schlechten Witterung bereits in einem sehr schlechten Zustand. Daher habe sich damals kein Hinweis auf einen konkreten Verdächtigen gegeben, so die Sicherheitsdirektion.
Sexuell motiviert
Beide Taten seien laut Polizei sexuell motiviert gewesen. Der Mann habe seine Opfer zunächst gewürgt, zumindest in einem Fall sei er dann mit einem Messer auf die Frau losgegangen. Er habe sich an den Leichen ergötzt. Der 25-Jährige habe offensichtlich ein gestörtes Verhältnis zu Frauen, erklärte Hermann Feldbacher von der Sicherheitsdirektion Oberösterreich der APA. Die Polizei schließt nicht aus, dass es noch weitere Opfer im Umfeld es Mannes geben könnte.
APA/red.