Eine Gruppe von Fachleuten und Offizieren der italienischen Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere soll in den nächsten Stunden die Seychellen erreichen, um die Landung der Passagiere des vor den Seychellen havarierten Kreuzfahrtschiffes "Costa Allegra" zu koordinieren.
zu koordinieren. An Bord des Luxus-Liners sind 97 Österreicher.
Dabei handelt es sich um dieselbe Kriseneinheit, die beim Unglück des vor der toskanischen Insel Giglio verunglückten Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" im Einsatz war.
Irre: Zur Kriseneinheit gehört auch der aus Oberösterreich stammende Vize-Präsident der Kreuzfahrtgesellschaft, Kein Kontakt zu Österreichern
Wegen eines Funklochs können die Passagiere derzeit weder telefonisch per Handy, noch per SMS erreicht werden, so Außenamt-Sprecher Peter Launsky-Tieffenthal im Gespäch mit Heute.at.
Hubschrauber brachte Lebensmittel
Nachdem die "Costa Allegra" vom ersten der zur Hilfe gerufenen Schiffe erreicht wurde, erhielt der Luxusliner am Dienstag zusätzliche Unterstützung. Ein aus der Stadt Mahe auf den Seychellen gestarteter Hubschrauber erreichte das Kreuzfahrtschiff mit Lebensmitteln und Kommunikationsgeräten, darunter Radios und Satellitentelefone, teilte der Kreuzfahrtanbieter Costa Crociere in Genua mit.
Die Wetterlage sei gut. "Die Gäste wurden aufgerufen, ihr Gepäck vorzubereiten, damit sie aussteigen können, sobald es Zeit ist", betonte ein Sprecher der Kreuzfahrtgesellschaft. Ein französischer Fischtrawler schleppt das nach einem Brand manövrier-unfähige italienische Schiff bis nach Victoria. Die nahe gelegenen Desroches-Insel auf den Seychellen im Indischen Ozean, 230 Kilometer südwestlich von Mahe, wird jetzt doch nicht angefahren. Hier sollten die mehr als 600 Passagiere - darunter 97 Österreicher - am Mittwoch von Bord gehen.
Giglio ist erschüttert
Der Brand an Bord der "Costa Allegra", Schwesterschiff der am 13. Jänner havarierten "Costa Concordia", löste Bestürzung auf der Insel Giglio aus. "Es handelt sich um zwei verschiedene Fälle, doch es ist als wäre die Zeit nicht vergangen. Wir haben alle an das Drama zurückgedacht, das sich hier vor sechs Wochen abgespielt hat", sagte der Sprecher der Polizei der Insel Giglio, Roberto Galli, der als erster den Überlebenden der "Costa Concordia" zur Hilfe geeilt war.