Elf Jahre lang war Peter Assmann alleiniger Direktor der oö. Landesmuseen. Im Vorjahr entzog ihm das Land die kaufmännische Leitung, installierte einen zweiten Chef. Eine Kränkung, die Assmann nicht hinnehmen wollte. Montag gab er seine Kündigung bekannt.
Elf Jahre lang war Peter Assmann alleiniger Direktor der oö. Landesmuseen. Im Vorjahr entzog ihm das Land die kaufmännische Leitung, installierte einen zweiten Chef. Eine Kränkung, die Assmann nicht hinnehmen wollte. Montag gab er seine Kündigung bekannt.
++ Eine schwere Entscheidung ++
"Ich bin sehr sehr traurig, mir blutet mehr als das Herz!" Diese Worte drücken aus, dass sich Peter Assmann seine Entscheidung nicht leicht gemacht hat. Aber es ging nicht mehr. Er konnte die Umstrukturierungen in der Führungsspitze der Landesmuseen nicht hinnehmen.
++ Problem: Doppelspitze ++
Assmanns Unzufriedenheit begann mit dem 1. August 2012. Das Land OÖ installierte nach einer Prüfung des Landesrechnungshofes einen Co-Chef. Die OÖ-Museen sollten, ähnlich wie im Kunsthistorischen Museum in Wien, mit einer Doppelspitze besetzt sein. Assmann sollte den künstlerischen Teil leiten, Walter Putschögl den kaufmännischen.
++ "Fehlende Einsicht" ++
"Für mich war es eine Verschlechterung der Situation", erklärt Assmann seine Kündigung.
Auch Kulturreferent und LH Josef Pühringer konnte an der Entscheidung nichts ändern: "Ich habe versucht, ihn zu halten – allerdings vergebens." Seitens des Landes wird Assmanns "fehlende Einsicht"kritisiert.
C. Holzschuher, C. Prietzel