Österreich

OÖ-Polizei ermittelt erneut wegen Kindesmisshandlung

Heute Redaktion
14.09.2021, 00:59

Nach dem an schweren Hirnschäden verstorbenen Säugling Alessia (wir berichteten) schockt nun ein weiterer Fall von Kindesmisshandlung in OÖ. Demnach wird gegen die Eltern eines wenige Wochen alten Buben ermittelt. Dessen Oberarme und ein Oberschenkelknochen waren gebrochen.

Nach dem an schweren Hirnschäden verstorbenen Säugling Alessia (wir) schockt nun ein weiterer Fall von Kindesmisshandlung in OÖ. Demnach wird gegen die Eltern eines wenige Wochen alten Buben ermittelt. Dessen Oberarme und ein Oberschenkelknochen waren gebrochen.  
Aufgrund der schweren Verletzungen des Babys aus dem Mühlviertel schrillten bei den Mitarbeitern des Kepler-Klinikums (vormals Kinderspital) sofort die Alarmglocken. Wegen Verdachts auf Kindesmisshandlung wurde Strafanzeige erstellt.

Bei dem Buben, der am 24. Dezember zur Welt gekommen war, stellten Ärzte bei seiner Einlieferung Mitte Jänner einen Bruch beider Oberarme sowie eines Oberschenkelknochens fest. "Es bestand außerdem der Verdacht auf Hirnverletzungen", so Staatsanwalt Philipp Christl.

Gutachten zur Klärung

Fest steht: Polizei und Justiz ermitteln nun gegen die Eltern des Säuglings. Christl: "Wir haben ein Gutachten in Auftrag gegeben. Das soll klären, wie die Verletzungen entstanden sind."

Die Eltern, die auch noch einen zweiten Sohn (2) haben, bestreiten alle Vorwürfe. Das mittlerweile acht Wochen alte Baby durfte das Krankenhaus wieder verlassen. Der Bub sowie sein Bruder wurden vorübergehend auf Krisenpflegeplätze verteilt.

Erst vor wenigen Tagen wurde ein ähnlich schrecklicher Fall bekannt. Aufgrund von schwersten Hirnschäden war die kleine Alessia (drei Monate) nicht mehr zu retten. Die Eltern sind untergetaucht.

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