- Pausenlose Regenfälle in ganz Oberösterreich: Mehr als 2000 Feuerwehrmänner stehen im Dauereinsatz - Wetterexperten sind einig: Solch extreme und massive Niederschläge kommen nur alle 50 Jahre einmal vor!
Da wurden bei vielen Oberösterreichern Erinnerungen an das Jahrhundert-Hochwasser im Jahr 2002 wach: Seit Sonntagmitternacht hat es in einigen Teilen des Bundeslandes binnen 24 Stunden mehr geregnet als durchschnittlich in einem ganzen Monat. Konkret fielen im Salzkammergut 145 Liter Regen pro Quadratmeter - ein absoluter Rekordwert, heißt es bei der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Ganz massiv betroffen sind die Bezirke Vöcklabruck und Gmunden sowie Teile des Innviertels.
Mehr als 2000 Helfer der Freiwilligen Feuerwehren absolvierten bis Montagabend fast 500 Einsätze. Regenwasser überflutete Dutzende Keller, zudem wurden etliche Straßen unterspült oder gänzlich weggerissen. Kleine Bäche verwandelten sich in reißende Flüsse. Am Attersee waren mehrere Ortschaften stundenlang von der Außenwelt abgeschnitten. In Gmunden, Bad Ischl und Ebensee war an ein Weiterkommen nicht zu denken - weder mit dem Auto noch mit der Bahn, denn: Auch die ÖBB-Strecke zwischen Attnang-Puchheim und Stainach-Irdning (Stmk.) war von einer Mure verschüttet worden. Am Ufer des Traunsees rutschte sogar ein Hang Richtung Wasser!
Wolfgang Weidl, Generaldirektor der Oberösterreichischen Versicherung rechnete Montagnachmittag mit einem Gesamtschaden von mehr als 2,6 Millionen Euro. Von den Sachschäden her sei der Raum Ried im Innkreis am massivsten betroffen. Dort sind einige Firmen sowie Hallen der Rieder Messe betroffen, berichtet der Versicherungschef. Robert Loy