Über die Parteigrenzen hinweg sagen nun LH-Stellvertreter Franz Hiesl (ÖVP) und Landesrat Hermann Kepplinger (SPÖ) den besonders gefährlichen Straßenabschnitten in Oberösterreich den Kampf an. Ingesamt 38 Unfall-Häufungsstellen in allen Bezirken sollen entschärft werden. 20 Millionen Euro stehen bereit.
Die Experten der Verkehrsabteilung haben die Unfall-Daten der Jahre 2006 bis 2008 penibel ausgewertet. Das Ergebnis: Bei 38 Straßenabschnitten gab es im Beobachtungszeitraum mehr als drei Unfälle mit Personenschaden. Trauriger Spitzenreiter ist dabei eine zwei Kilometer lange Strecke an der Braunauer Straße (B147) im Ortsgebiet von Mattighofen und Schalchen. Dort krachte es insgesamt 75 Mal! Als erste Reaktion haben wir Radarboxen angeschafft, erklärt Straßenbaureferent Hiesl, der am Montag zum ersten Mal nach seinem Skiunfall im Februar wieder an die Öffentlichkeit trat. Mit der Umfahrung Mattighofen-Munderfing soll das Problem gelöst werden, erklärt Hiesl. Bis 2015 wird das Projekt fertig gestellt sein.
Wir wollen vor allem mit baulichen Maßnahmen für mehr Sicherheit auf unseren Straßen sorgen, erklärt Verkehrsreferent Kepplinger. Dabei wird speziell auf neue Tempolimits, Kreisverkehre und Fahrbahnteiler gesetzt.