OÖ: Tausend Euro "Kopfgeld" soll junge Ärzte anlocken

Die Zeiten, in denen Jung-Mediziner um Ausbildungsplätze Schlange stehen mussten, sind vorbei: Spitäler im ganzen Land müssen momentan mit allen Mitteln um den Ärztenachwuchs buhlen. Neueste Idee: Das Krankenhaus Braunau zahlt seinen Mitarbeitern bis zu 1000 Euro Prämie, wenn sie geeignete Turnusärzte vermitteln.

Dem Land droht der medizinische Engpass: 65 Prozent der Ärzte sind derzeit zwischen 45 und 55 Jahre alt, in etwa zehn Jahren gehen sie in Pension. Dann kommt ein riesiges Problem auf uns zu, warnt Ärztekammerpräsident Peter Niedermoser. Schon fehlen den Spitälern im Land die Bewerber. Besonders betroffen sind Krankenhäuser am Land.

Schuld an dieser Misere ist seiner Meinung die viel zu geringe Abgängerquote an den heimischen Universitäten. Längerfristig geht es nicht ohne einer Medizinuni für Linz, so Niedermoser. Prämien für die Vermittlung von jungem Personal sind für ihn aber der falsche Weg: Die Spitalsträger sollen lieber schauen, dass sie die Arbeitsbedingungen für Turnusärzte endlich verbessern. Um nur Infusionen zu geben und Berichte zu schreiben, hat keiner Medizin studiert.

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