Die erste Spitalsreform 2008 war scheinbar nicht genug. Jetzt wollen die Landespolitiker wegen explodierender Kosten und sinkender Einnahmen der medizinischen Versorgung ob der Enns eine neue Roßkur verpassen.
Ohne Gegenmaßnahmen würden die Kosten in den nächsten zehn Jahren von derzeit 1,7 auf 2,7 Milliarden Euro ansteigen, erklärt Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP). Eine eigene Expertenkommission soll nun Reformvorschläge erarbeiten, die die Teuerung bremsen soll.
Ergebnisse soll es in einem Jahr geben. Kein Krankenhaus wird zugesperrt, keine Jobs abgebaut, garantiert Pühringer. Zusammenlegungen von Abteilungen sind jedoch wahrscheinlich. Dabei sollen Fachärzte in den Regionen künftig mehr Versorgungsaufgaben übernehmen.
Brisant: Die heiße Polit-Debatte um zusätzliche Herzkatheter für die Spitäler Vöcklabruck, Ried und Steyr wird bei der Reform wahrscheinlich wieder aufleben.