Seit dem 22. November befand sich Oberösterreich in einem Lockdown. Länger als alle anderen Bundesländer, nämlich bis Freitag, war sozusagen alles zu. Nun kann man wieder zum Friseur, shoppen und in die Gastrobetriebe. Doch wie lange wird das so bleiben? Die neue Virus-Mutation Omikron lässt Schlimmes vermuten.
Und so ist es auch nicht sonderlich überraschend, dass eine erste Landespolitikerin vor einem erneuten Lockdown warnt.
LH-Vize und Gesundheitsreferentin Christine Haberlander (ÖVP) meinte zu den OÖN: "Wenn Omikron sich so entwickelt, wie die Experten befürchten, dann rechne ich mit einem neuerlichen Lockdown im Jänner. Ich sehe dann wenig andere Möglichkeiten."
Grundlage für die Sorge sind die Prognosen der Experten. Die gehen davon aus, dass in etwa zwei Wochen Omikron die vorherrschende Variante auch in Österreich sein wird. Und dann wird, so die Experten, "der bisherige Höchststand an Neuinfektionen der vierten Welle deutlich übertroffen".
Und weil mehr Infizierte auch bedeutet, dass mehr Menschen in den Krankenhäusern behandelt werden müssen, scheint ein neuerlicher Lockdown nicht ganz ausgeschlossen. Auch wenn das natürlich niemand wirklich will.
"Dass ein Lockdown wirkt, sieht man derzeit an der massiven Reduktion der Neuinfektionen. Aber ich wäre beruhigter, stünde uns nicht mit Weihnachten und Silvester eine Zeit der Feierlichkeiten bevor, in der viele Menschen zusammenkommen", sagt Haberlander weiter.
Sie appelliert deshalb an die Menschen, die Hygiene-Maßnahmen (FFP2-Masken etc.) einzuhalten und sich impfen zu lassen: "Halten Sie bitte die Schutzmaßnahmen weiter ein und gehen Sie bitte zur Impfung! Jede und jeder hat es selbst in der Hand, ob diese Öffnung auch Hoffnung bedeutet oder ob eine erneute Notbremse notwendig sein wird, um die Krankenhäuser vor Überlastung zu schützen".