Der Wattener Coach hatte sich bei einem Sturz das rechte Bein gebrochen. Nach drei Operationen gab Silberberger bei der Admira sein Comeback an der Seitenlinie. Und ließ sich beim Jubeln nicht von seinem Gips stören.
Den 1:0-Führungstreffer der Wattener durch Kelvin Yeboah hatte Silberberger noch ruhig zur Kenntnis genommen. Nach dem vorentscheidenden 2:0 durch Zlatko Dedic (58.) konnte sich der Tiroler Coach nicht zurückhalten. Silberberger sprang auf, hüpfte jubelnd auf einem Bein in der Coachingzone herum. Und das nur einen Tag nach seiner Krankenhaus-Entlassung.
"Ich bin ein bisschen ruhiger geworden durch meinen Unfall, kommt mir vor", schmunzelte Silberberger nach dem Spiel im Sky-Interview. Das hatte nach dem zweiten Treffer allerdings anders ausgesehen. "Ein Tiroler kann Ski fahren, dann kann ich auch auf einem Bein stehen. Die Emotionen kannst du nicht immer steuern", so der 47-Jährige.
"In meiner Spielerkarriere hatte ich einige schwere Verletzungen. Ich bin es gewohnt, auf Krücken zu gehen oder mich mit einem Bein durchzuhanteln", so Silberberger weiter. Dass der behandelnde Arzt allerdings Bedenken geäußert hatte, musste der Wattener Trainer zugeben. "Er hat zu mir gesagt, ich soll es machen wie der Ernst Happel: das Sopiel 90 Minuten lang über mich ergehen lassen. Ohne Zigarette." Nachsatz: "Des Risikos sind wir uns bewusst. Am Trainingsplatz sieht man mich mit Sicherheit nicht, die 90 Minuten lass ich mir aber nicht nehmen."