Wegen Missbrauchs einer wehrlosen oder psychisch beeinträchtigen Person und Tierquälerei musste ein Pensionist am Donnerstag am Landesgericht Sankt Pölten auf die Anklagebank.
Der Mann aus Niederösterreich soll im Sommer 2021 mit seiner Enkelin (24) geblödelt haben, dann soll er die Frau, bei der eine Intelligenzminderung aufgrund eines Sauerstoffmangels bei der Geburt diagnostiziert worden war, missbraucht haben.
Beim Prozess, der großteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt wurde, meinte der Angeklagte: "Es war ein Ausrutscher. Ich habe ihre Äußerungen missverstanden." Denn die 24-Jährige habe ihm die Brüste gezeigt und gemeint, dass diese schon so groß wie bei der Mama wären.
Zudem musste sich der Pensionist nach einer anonymen Anzeige wegen Tierquälerei verantworten. Denn sein zehn Jahre alter Schäferhund hatte eine üble Ohrenentzündung, das Eiter war für Passanten bereits sichtbar gewesen.
Der bis dato unbescholtene Pensionist zeigte sich geständig und fasste eine unbedingte Geldstrafe von 7.200 Euro sowie 20 Monate bedingte Haft aus. Und: Er muss 5.000 Euro an seine Enkelin zahlen. Das Urteil ist rechtskräftig.