Opernball mit 5.150 Gästen ausverkauft!

Mit 5.150 Besuchern geht der 59. Wiener Opernball restlos ausverkauft über die Bühne. An der Spitze des offiziellen Österreichs wird Bundespräsident Heinz Fischer in die Staatsoper kommen. Statt eines internationalen Staatsgastes besucht Nationalratspräsidentin Doris Bures den Ball an seiner Seite. Bundeskanzler Werner Faymann ist wegen dem EU-Gipfel in Brüssel verhindert. Die Generalprobe am Abend vor dem Ball lässt auf einen tollen Event schließen.

Vor ebenfalls dicht gefüllten Logen und Rängen ging die Generalprobe am Mittwochabend, einen Tag vor dem Ball über die Bühne. Das Staatsopernballett zeigte eine tolle Show, die auch bei der offiziellen Eröffnung am Donnerstag um 22 Uhr zu sehen sein wird.

Passend zu der Ausrichtung als "Künstlerball" besuchen heuer auch zahlreiche internationale Intendanten wie Alexander Pereira (Teatro alla Scala), Eva Wagner-Pasquier (Bayreuther Festspiele), Thierry Fouquet (Direktor Opera National de Bordeaux) sowie Serge Dorny (Opera de Lyon) das Fest. Richard Lugner wird von dem Model Elisabetta Canalis begleitet.
Aufgrund der Straßensperren im Bereich der Oper wird es zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen kommen. Die Straßenbahnlinien 1, 2 und D werden ab 19.00 Uhr umgeleitet und die Linie 71 wird ab 18.30 Uhr kurzgeführt. Die Wiener Linien empfehlen, rund um den Opernring auf die U-Bahn auszuweichen.
Beim letzten Testlauf für die Eröffnung des Opernballs am Mittwochabend herrschte durchaus gute Laune. Von Organisatorin Desiree Treichl-Stürgkh gab es jedenfalls schon einmal "Bravo!"-Rufe, auch Zeremonienmeister Roman Svabek zeigte sich zufrieden.

"Nicht trampeln, das ist ja keine Elefantenparade!"

"Eine gerade Linie fängt vorne an und hört hinten auf - theoretisch!" und "Nicht trampeln, das ist ja keine Elefantenparade!", setzte es während der Proben noch die eine oder andere Kritik. Am Ende war Svabek dann aber doch zufrieden.

154 Paare aus insgesamt elf verschiedenen Nationen sorgen ebenso für eine prunkvolle Eröffnung wie die Künstler der Staatsoper. Nach der Fanfare und der Bundes- sowie Europahymne durften die Jungdamen und -herren unter den strengen Blicken von Treichl-Stürgkh und Staatsoperndirektor Dominique Meyer zur traditionellen "Fächerpolonaise" von Carl Michael Ziehrer das Parkett entern.

Danach gehörte die Bühne der Ballettcompagnie der Staatsoper, die in funkelndem Weiß-Silber den "Kaiserwalzer" von Johann Strauß Sohn interpretieren. Eine der Solotänzerin verwandelte sich dafür in Kaiserin Elisabeth, kurz Sisi. Auch der Nachwuchs bekam ein bisschen Scheinwerferlicht ab: Die Eleven gaben den "Barrel Organ Waltz" aus der "Gadfly Suite" von Dmitri Schostakowitsch zum Besten - inklusive akrobatischen Einlagen an einer Stange.

Starke Gesangseinlagen

"Aus ist es mit der Liebe" aus der "Csardasfürstin" von Emmerich Kalman brachte dann wieder das Wiener Staatsballett auf das Parkett. Das Wiener Staatsopernorchester unter Ingo Metzmacher durfte unter anderem mit der Ouvertüre zu Mozarts "Le nozze di Figaro" glänzen. Die von Meyer handverlesenen "feierlichen" Gesangseinlagen kamen dann u.a. von Olga Bezsmertna, die mit "Dove sono" ebenfalls ein Stück aus "Le nozze di Figaro" sang.

Den männlichen Part des Gesangsteils stellte Kammersänger Carlos Alvarez, der die sogenannte "Champagner-Arie" aus Mozarts "Don Giovanni" darbot. Der Bariton gab sich bei der Generalprobe noch leger und bestritt seinen Auftritt in Jeans. Den Abschluss bildete Aida Garifullina mit "Je veux vivre" aus Gounods "Romeo et Juliette".

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