Nach dem Doppelmord an dem greisen Ehepaar Neugebauer in Obersiebenbrunn (NÖ) wurde am Mittwoch Sohn Alfred N. ins Verhör genommen und dessen Auto auf Blutspuren untersucht. Ergebnis: Der Sohn dürfte als Verdächtiger ausscheiden.Am Nachmittag wurden die Verwandten der Toten nach Anhaltspunkten befragt, auch die Obduktion der Leichen wurde abgeschlossen.
in Obersiebenbrunn (NÖ) wurde am Mittwoch Sohn Alfred N. ins Verhör genommen und dessen Auto auf Blutspuren untersucht. Ergebnis: Der Sohn dürfte als Verdächtiger ausscheiden. Am Nachmittag wurden die Verwandten der Toten nach Anhaltspunkten befragt, auch die Obduktion der Leichen wurde abgeschlossen.
Die furchtbare Gewalttat an dem Imker-Ehepaar Gerhard († 76) und Erika († 80) Neugebauer wird zum Kriminalrätsel: Mittwoch nahmen die Ermittler Sohn Alfred (50) lange ins Verhör. Sein Auto wurde nach Blutspuren untersucht. Laut Kripo war der Arbeitslose kooperativ und scheidet als Täter aus. Chefinspektor Leopold Etz: "Es sind viele kleine Schritte nötig, um das Rätsel zu lösen." Der 50-Jährige gab laut Etz sogar an, er wolle genau überprüft werden, um nicht in irgendeinen Verdacht zu geraten. Sein Bruder lebt im Ausland.
In der kleinen Ortschaft Obersiebenbrunn herrscht Fassungslosigkeit. Die Nachbarn rätseln über das Mordmotiv. Fest steht: Die Leichen wiesen vor allem Schlag- und Stichverletzungen auf. Kästen und Schubladen standen offen. Gegen einen Raubmord ortsfremder Täter spricht jedoch: Das Haus der Opfer ist desolat, lässt keine Vermögenswerte am Tatort vermuten.
Am Mittwochabend wurde das Ergebnis der Obduktion bekannt. Der Mann (76) starb nach einem massiven Schlag auf den Hinterkopf, die Frau (80) durch zahlreiche Messerstiche - 20 bis 25 seien im Bereich des Gesichts und des Halses festgestellt worden, sagte Etz. Im Zusammenhang mit dem Verbrechen waren bei den Ermittlern bis Mittwochabend etwa zehn Hinweise "allgemeiner Art" eingegangen. Die Erhebungen im Umfeld der Opfer gingen weiter.
Die Kriminalisten gehen auch der Frage nach, ob jemand verdächtige Fahrzeuge oder Personen im Bereich des Tatorts in der Bahnhofstraße bemerkt hat. Es gebe verschiedene Beobachtungen, die aber erst verifiziert werden müssten, erklärte Etz.
Joachim Lielacher