Opfer rannte 200 Meter einarmig zum Arzt

Bild: FF Pernegg

Blutiges Drama im Waldviertel (NÖ): Stefan S. (25) geriet in eine Baumaschine, sein Arm wurde unterhalb des Ellbogens abgetrennt. Der Schwerverletzte schleppte sich selbst zu einem praktischen Arzt - der rief sofort den Notarzthubschrauber.

Blutiges Drama im Waldviertel (NÖ): Stefan S. (25) geriet in eine Baumaschine, sein Arm wurde unterhalb des Ellbogens abgetrennt. Der Schwerverletzte schleppte sich selbst zu einem praktischen Arzt – der rief sofort den Notarzthubschrauber.

Mit offenen Mündern staunten zehn Patienten im vollen Wartezimmer eines praktischen Arztes in Pernegg (NÖ): Blutverschmiert, ohne Unterarm, stand plötzlich Stefan S. bei der Anmeldung. "Er schrie nicht, war total cool und erzählte ruhig von seinem Unfall auf der nahen Baustelle", so eine Augenzeugin.

Geistesgegenwärtig sprangen ein Pensionist und eine Frau auf und hasteten zur Unglücksstelle. Zeitgleich stabilisierte der Arzt den Schwerverletzten und alarmierte die Rettung. Nur zwei Minuten später ging ein Raunen durchs Wartezimmer: Der Rentner kehrte mit dem Arm des Unfallopfers zurück. Und kurz darauf setzte ein ÖAMTC-Notarzthubschrauber zur Landung an.

Leben gerettet - Arm nicht

Der Niederösterreicher wurde – samt abgetrenntem Körperteil – ins Meidlinger UKH geflogen. Dort versuchte ein Chirurgen- Team, dem Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr die Gliedmaße wieder anzunähen.

Nach einer mehrstündigen Operation war Stefan S. außer Lebensgefahr – sein Unterarm konnte aber nicht gerettet werden. Beim "Heute"-Besuch im Spital am Sonntag schien Stefan gefasst: "Meine Freunde waren schon alle da. Die werden mir jetzt auch im Leben weiterhelfen."

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