Opfer über Amokläufer: "Er war völlig wirr"

Der Amoklauf eines Studenten (20) am Mittwoch in Maria Anzbach sorgt am Tag danach noch für Entsetzen und Schmerzen. Johann Fellner (72): "Er sprang über den Zaun, kam durch die Tür."

Außer Rand und Band attackierte ein Student (20) am Mittwoch in Maria Anzbach (St. Pölten-Land) fünf Menschen: Nachdem er einen Radfahrer (47) mit dem Auto gerammt hatte, stellte der 20-Jährige, der bereits seit seiner Schulzeit ein Drogenproblem haben soll, den Wagen ab, flüchtete zu Fuß und attackierte wahllos friedliche Bürger ("Heute" berichtete).

"Er wollte mich am Kopf treffen"

"Ich lag auf der Couch, sah durchs Fenster, wie ein junger Mann beim Nachbarhaus war, über den Zaun springt und bei unserer Tür hereinkommt", so Johann Fellner. Der 72-Jährige stellte sich dem 20-Jährigen entgegen. "Er wollte mich mit der Gartenhacke nur am Kopf treffen, war sehr schnell", so das Opfer, dessen Frau (71) in den Garten geflüchtet war. Der 20-Jährige rannte zur Nachbarin, am Weg dorthin versetzte er der Ehefrau noch einen Hieb. Fellner blutete stark, rief die Rettung. Einstweilen wollte der Täter bei der Nachbarin eindringen, die 42-Jährige sperrte den Angreifer aus.

Zum Schluss verletzte er noch in einem Reitstall eine 71-Jährige. "Die Frau war mit ihrem Dackel Buddy spazieren, dabei kam ihr der Angreifer entgegen. Buddy kam alleine in den Hof, bellte laut, da wussten alle, dass was passiert ist und eilten zur Verletzten", so Zeugin Birgit Zimmel.

Drei Gutachter bestellt

Die Cobra konnte den Amokläufer festnehmen, jetzt sollen drei Gutachter den Verdächtigen und die Tat durchleuchten ("Heute" berichtete). Der Verdächtige wird vom renommierten Anwalt Ernst Schillhammer vertreten. (Lie)

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