Opfergeld von Ex-Häftling weg: Anwältin vor Gericht

Anklage (li.); Ex-Häftling als Opfer
Anklage (li.); Ex-Häftling als OpferBild: Joachim Lielacher, privat

Eine Wiener Anwältin soll einem Ex-Stein-Insassen 30.000 € an Opfergeld nicht ausbezahlt haben. Die Juristin brauchte jetzt selbst eine Rechtsvertretung, musste in Wien auf die Anklagebank.

Vertauschte Rollen am Landesgericht Wien – ein „Betrüger" als Opfer, eine Rechtsanwältin als Angeklagte: Ein St. Pöltner (60), der 3,5 Jahre wegen Betrugs am berüchtigten "Felsen" zugebracht hatte, bekam in Haft 30.000 Euro Entschädigung für einen Heim-Missbrauchsfall in seiner Jugend. Das Geld vertraute er seiner damaligen Anwältin an.

Nur 4.000 € erhalten?

„Ich habe von den 30.000 € nur 4.000 € erhalten und selbst da wurde ich genötigt", so der 60-Jährige zu „Heute". Und er glaubt, nicht das einzige Opfer der Juristin zu sein.

Der Verteidiger der Anwältin, Wolfgang Blaschitz: „Er ist ein Heiratsschwindler, hat sie mit Schmäh gepackt, nannte sie Rehlein, Zauberwesen. Und sie betreute ihn und das kostet nun mal. Sie legte Honorar und nahm einen Teil des Geldes."

Der Prozess am Wiener Landesgericht diese Woche wurde vertagt - Fortsetzung im Juni.

(Lie)

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