Der Wochenmarkt in St. Pölten löste eine politische Debatte aus. Über eine Sache sind sich alle einig: Der Markt muss erhalten bleiben - doch das wie blieb offen. Im Gemeinderat wurde darüber diskutiert und es wurde ein Initiativantrag gestellt. Jetzt folgte ein offener Brief von der Opposition an die Marktbetreiber.
In diesem erklärten Vertreter der Volkspartei, Freiheitlichen, Grünen und NEOS in St. Pölten, dass der Erhalt des Wochenmarkts am Domplatz und die bestmöglichen Rahmenbedingungen für die Marktbetreiber ihnen ein gemeinsames Anliegen ist. "Wir konnten der SPÖ-Stadtregierung klar machen, dass zeitliche und örtliche Verschiebungen möglichst zu vermeiden sind, weil sie für Irritationen unter den Kunden sorgen. Zugesichert wurde auch eine proaktive Kommunikation über geplante Bauvorhaben oder Veranstaltungen sowie eine frühzeitige Abstimmung und Koordination mit den Marktbetreibern über notwendige Schritte in diesem Zusammenhang", teilte die Opposition in dem Schreiben mit.
Doch laut ihnen hat die SPÖ-Stadtregierung den Antrag in wichtigen Punkten verwässert. "Wir wollten den Domplatz 'unbefristet und uneingeschränkt' für den Markt sichern. Diese Formulierung wurde von der SPÖ gestrichen, was gerade im Hinblick auf die angeblich geplanten Gastrocontainer und immer wieder geäußerte Pläne für die Verlegung des Marktes offene Fragen hinterlässt. Weiters wollten wir das geordnete Abstellen aller Fahrzeuge der Marktbetreiber am Domplatz anstelle der jetzt verordneten Parkplätze hinter dem Bahnhof ermöglichen und somit die Abläufe erleichtern", führen VP, FP, Grünen und NEOS weiter aus.
Die SPÖ hat laut der Opposition diesen Passus ebenfalls gestrichen. Die Frage nach der Gestaltung des Domplatzes und vor allem die Bedingungen für den Wochenmarkt werden die Parteien wohl auch in der nahen Zukunft weiterhin beschäftigen. "Wir wollen Ihnen dabei zusichern, dass wir versuchen für die bestmöglichen Rahmenbedingungen für Sie zu sorgen, denn wir wissen, was die Stadt St. Pölten an Ihnen hat", schließt die Opposition ihr Schreiben ab.