Gegen Gewalt an Frauen: Oranges Licht in KAV-Spitäler

Ab Montag leuchten die Spitäler des Wiener Krankenanstaltenverbundes orange gegen Frauengewalt
Ab Montag leuchten die Spitäler des Wiener Krankenanstaltenverbundes orange gegen FrauengewaltBild: picturedesk.com
16 Tage gegen Gewalt an Frauen: Die Spitäler des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) setzen ein Zeichen und werden orange beleuchtet.

41 Frauen wurden im vorigen Jahr in Österreich ermordet. Oft von ihren Ehemänner, Partner oder Ex-Partner. Am Montag, den 25. November 2019, ist internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.

16 Tage ein Zeichen gegen Gewalt setzen

Die Spitäler des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) setzten genau gegen häusliche Gewalt ein Zeichen und werden für 16 Tage beleuchtet. So beteiligt sich der KAV an der UN-Kampagne "Orange the World". "Täglich erleben wir, dass Frauen in Österreich Opfer von - meist häuslicher - Gewalt werden. Wir möchten darauf aufmerksam machen und beteiligen uns daher an der Kampagne" erklärt Evelyn Kölldorfer-Leitgeb, Generaldirektorin des KAV. Die Führungsteams der Krankenhäuser haben sich sofort bereit erklärt mitzumachen. Auch die Kollegiale Führung im Kaiser-Franz-Josef Spital steht geschlossen hinter der Aktion. "Spitäler sind oft die erste Anlaufstelle nach einer Gewalterfahrung" erklärt Michaela Riegler-Keil, Gynäkologin und Ärztliche Direktorin des FavoritnerSpitals. "Unsere Mitarbeiter sind sehr erfahren und geschult im Umgang mit Gewaltopfern. Sie untersuchen und versorgen die Frauen. Oft sichern Sie auch Spuren2, so Riegler-Keil.

Opferschutz durch multiprofessionelle Teams

In jedem KAV-Spital gibt es so genannte Opferschutzgruppen. Das sind multiprofessionelle Teams bestehend aus Fachärzten der Psychiatrie, der Kinder- und Jugendheilkunde, der Frauenheilkunde, der Erstversorgung, einer Pflegeperson und einer PsychologIn oder Psychotherapeuten. "Sie widmen sich neben der speziellen medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Versorgung von Gewaltopfern auch der besonderen psychischen Situation" erklärt Riegler-Keil.

Im Spital beginnt bereits die Koordination und Zusammenarbeit mit externen Beratungs- und Unterstützungsstellen. "Es ist uns wichtig die Frauen nach der Behandlung nicht sich selbst zu überlassen. Daher bahnen wir bereits während des Spitalsaufenthalts den Weg zu externen Beratungsstellen" so Riegler-Keil. In regelmäßigen Besprechungen und Sitzungen vernetzen sich die Opferschutzgruppen auch untereinander, mit der MAG ELF (Wiener Kinder- und Jugendhelfe), dem 24-Stunden Frauennotruf und der Polizei.

Wo gibt es Hilfe?

Opferhilfe:

Caritas Mutter-Kind-Häuser

01/786 58 43

Verein Wiener Frauenhäuser

01/485 30 30

Gewaltprävention:

Männerberatung Wien

01/603 28 28

Männerberatung Caritas NÖ

0676 83844 73 76

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