Politik

Orban lobt "brave Österreicher" für den Lockdown

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban ist voll des Lobs für den neuen österreichischen Lockdown. Österreich sei das "Labor" für Ungarn.
Rene Findenig
15.11.2020, 09:10

Ungarn will sich im Kampf gegen das Coronavirus an den österreichischen Maßnahmen orientieren. Das sagte Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban im ungarischen Fernsehen. Gleichzeitig lobte er die in Österreich neu verhängten und äußerst strengen Lockdown-Maßnahmen: "Wir haben auch Glück, denn hier haben wir diese braven Österreicher, die wir als unsere 'Schwager' bezeichnen, jetzt aber auch als Labor fungieren, denn sie sind noch eine Woche vor uns."

„"Wir folgen ihnen"“

Orban habe auch Kanzler Sebastian Kurz angerufen und ihn "ausgefragt", wie die Details der verhängten Maßnahmen aussehen würden, gab der Politiker an: "Wir folgen ihnen." Österreich sei eine "Erkundungseinheit" für Ungarn, und sollte Kanzler Kurz mit seiner Prognose, dass die Maßnahmen in zwei Wochen erste Ergebnisse zeigen würden, dann wäre das auch in Ungarn der Fall. In zwei Wochen will Orban auch sagen können, ob es Treffen zu Weihnachten geben kann.

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„"Nur die sehr Reichen können es sich erlauben"“

Wie Kurz baut auch Orban auf einen raschen Corona-Impfstoff, er allerdings schon "Ende Dezember, Anfang Jänner". Anfangs werde der Impfstoff zwar sehr begrenzt verfügbar sein, im April dann aber flächendeckend, so Orban. Kritik hat er für Österreich allerdings auch übrig, nämlich für die Schulschließungen: "Nur die sehr Reichen können es sich erlauben, nicht selbst zu Hause zu bleiben. Die meisten Menschen würde das also von der Arbeit abziehen, und die Menschen wollen das nicht."