Ordensverleihung an Andi Gabalier sorgt für Wirbel

Der selbsternannte Volks Rock'n'Roller soll den Karl-Valentin-Orden bekommen. Nicht zur Freude von jedermann.

Dass Andreas Gabalier die Massen zu polarisieren weiß, ist bekanntlich nichts neues mehr. Diesmal trifft den 34-jährigen Musiker allerdings nicht direkt Schuld an der Kontroverse rund um seine Person.

Die Münchner Faschingsgesellschaft "Narrhalla" will dem in Deutschland immens populären Schlagerstar den Karl-Valentin-Orden überreichen. Weil sich der legendäre Komiker selber als "Volkssänger" sah, treffe das auch auf Gabalier zu, so die Justifizierung der "Narrhalla"-Mitglieder. Entschieden wurde das bereits im November.

Geht sich politisch nicht aus

Sabine Rinberger, die Direktorin des Valentin-Karlstadt-Musäums, kann diesen Wunsch nicht ganz nachvollziehen. Das würde sich politisch nicht ausgehen, so Rinberger. "Da dreht's mir nicht nur den Magen um, da zerspringt mir das Herz", wird sie im Bayrischen Rundfunk zitiert.

Gabalier passe nicht zum Freigeist von Karl Valentin. Der 1948 verstorbene Komiker habe dazu anregen wollen, anders über das Fremdsein nachzudenken als patriotisch und nationalistisch.

Der betroffenen Künstler selber hat sich zu der Kontroverse noch nicht geäußert.

(baf)

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