Wirtschaft

ORF fordert 7,7 % Gebühren-Erhöhung

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:13

Dieses Timing wird vielen sauer aufstoßen: Kaum war die Wahl um die Hofburg geschlagen, ließ ORF-Boss Alexander Wrabetz die Katze aus dem Sack: Er will eine saftige Gebührenerhöhung.

So ein Zufall … Ausgerechnet am Tag nach der Bundespräsidentschaftswahl wurde offiziell, was gerüchteweise schon länger befürchtet wurde: Der ORF sucht um eine Gebührenerhöhung an. Gestern nannte ORF-Chef Wrabetz erstmals Details: Er wird im Stiftungsrat am 15. Dezember eine 7,7-prozentige Erhöhung des Programmentgelts beantragen. Das bedeutet, dass dafür statt 17,78 künftig 19,15 Euro pro Monat zu zahlen sind – ein Plus von 1,37 Euro pro Haushalt. Dazu kommen noch die Radio- und Fernsehgebühr, die aber ins Staatsbudget gehen.

Die Erhöhung liege unter der Inflation, verteidigte Wrabetz in der APA den Antrag. Gleichzeitig kündigte er ein 300-Millionen-Euro-Sparpaket (unter anderem mit dem Abbau von 300 Stellen) an. 42 Millionen Euro fehlen dem ORF heuer noch im Budget. Die sollen durch die Gebührenerhöhung und Einsparungen aufgetrieben werden. Sparen will Wrabetz auch bei der Streaming-Plattform Flimmit und den Landesstudios – bei gleichem Output. (PL)

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