ORF-Kameramann starb, als er Frau retten wollte

Alexander Proschek wollte eine Österreicherin nach einem Paragleit-Unfall in Portugal aus dem Meer holen und wurde dabei selbst von einer Wasserwalze erfasst.

Der Salzburger flog gerade mit einer Gruppe erfahrener Paragleiter etwa 40 Kilometer südlich von Lissabon (Portugal) durch die Luft, als er – wohl selbst noch in der Luft gleitend – die Landung einer Österreicherin beobachtete.

Die Frau kam in zu seichtem Wasser auf, verhedderte sich in ihrem Schirm und wurde von Wellen in den Atlantik gerissen. Laut ersten Aussagen reagierten der ORF-Kameramann und ein weiterer Österreicher, ohne zu zögern: Sie landeten und stürmten ins Wasser, um die Notleidende zu retten.

Heftige Strömungen

Tragisch: Die, für die Region nicht unübliche, starke Strömung überwältigte die beiden Männer und riss sie mit sich. Möglicherweise wurden sie dabei von einer Wasserwalze ergriffen – die zwei Retter verschwanden in den Tiefen. Wenig später wurde Alexander Proschek am Strand angespült. Für den zweifachen Vater kam jede Hilfe zu spät. Von den beiden anderen Österreichern fehlt nach wie vor jede Spur.

Tiefe Betroffenheit

Beim ORF ist man ob der Tragödie tief betroffen.

ORF-Landesdirektor Christoph Takacs: "Alexander Proschek setzte mit seiner Kamera fast zwei Jahrzehnte die Geschehnisse und die Schönheiten von Land und Stadt Salzburg in Szene. Er prägte damit entscheidend – quasi vom ersten Sendetag weg – 'Salzburg heute'."

So genial filmte er für den ORF:

(shoe)

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