ORF-Konkurrenz! Servus TV schielt auf Bundesliga & Ski

Servus TV will dem ORF Konkurrenz machen.
Servus TV will dem ORF Konkurrenz machen.Gepa
Servus TV sichert sich immer mehr Sportrechte. Der Sender von Didi Mateschitz nimmt nun auch die Bundesliga und den Ski-Weltcup ins Visier. 

Champions League, Europa League, Formel 1 - ab 2021 wird der Salzburger Sender zum Sport-Kanal. Schon jetzt laufen viele Tennis-Matches mit Dominic Thiem oder die MotoGP auf Servus TV. In Zukunft sollen noch mehr Sport-Highlights dazukommen, wie Sportrechte-Boss David Morgenbesser dem "Standard" verriet. 

Bundesliga bei Servus TV?

"Grundsätzlich ist die österreichische Bundesliga natürlich ein spannendes Recht, das man sich ansehen muss", erklärte Morgenbesser auf den heimischen Spitzenfußball angesprochen, fügte aber an: "In der Fülle ist es ein klassisches Pay-TV-Produkt, weil alle Spiele live und parallel abgebildet werden können. Dazu sind wir nicht in der Lage."

Außerdem läuft der TV-Deal mit Sky noch bis 2022, samt Option auf Verlängerung. Entscheidend sei dann auch, welche Pakete die Bundesliga ausschreibt. Ob es etwa ein eigenes Free-TV-Paket geben wird. Eine Unvereinbarkeit bei TV-Rechten zwischen Servus TV und Serienmeister Red Bull Salzburg, die sich beide im "Bullen-Imperium" befinden, sieht Morgenbesser jedenfalls nicht. "Das sind zwei verschiedene Firmen". 

Ski-Rechte "ganz toll"

Servus TV will in Zukunft auch beim Wintersport mitmischen. "Ski alpin ist - persönlich betrachtet - ein ganz tolles Recht, aber realistisch betrachtet: Die Ausschreibung war letztes Jahr, und die Rechte sind für mehrere Jahre vergeben", so Morgenbesser. Außerdem sei es eine komplizierte Thematik, weil man nationale und internationale Rechte erwerben müsse. 

Geht nicht ums Geld

Dass Servus TV rein aufgrund der hohen finanziellen Gebote die Zuschläge erhalten hat, wollte Morgenbesser allerdings nicht gelten lassen. "Es geht um den hohen redaktionellen Aufwand, den wir betreiben. Das geht von den Studiogästen über die Aktivierung in allen Medienkanälen, Cross-Promotion und digitale Präsenz bis zum Vor-Ort-Sein bei den Spielen. So können wir der Marke UEFA Champions League eine noch größere Bedeutung geben", erklärte der Sportrechte-Boss den Zuschlag beim europäischen Spitzenfußball. 

Trotz alledem: Ein reiner Sport-Kanal wird der Salzburger Sender nicht werden, ist Morgenbesser überzeugt. "Aufs Jahr heruntergebrochen relativiert sich das recht schnell. Wir sind ein Vollprogramm."

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