Szene

ORF-Premiere für Kampusch-Film "3096 Tage"

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:05

Am 13. August strahlt ORF 2 um 22.25 Uhr einen der umstrittensten Filme der letzten Jahre aus. "3096 Tage" erzählt die Geschichte Natascha Kampuschs, die im Alten von zehn Jahren entführt und jahrelang gefangen gehalten wird. Am 23. August 2006, nach achteinhalb Jahren oder, genauer gesagt, 3096 Tagen gelingt ihr endlich die Flucht. Der Film entstand nach einem Drehbuchfragment von Bernd Eichinger. Der deutsche Erfolgsproduzent starb 2011 unerwartete, bevor er das Skript fertigstellen konnte. Es wurde schließlich von Autorin Ruth Toma und Journalist Peter Reichard vollendet.

Am 13. August strahlt ORF 2 um 22.25 Uhr einen der umstrittensten Filme der letzten Jahre aus. erzählt die Geschichte Natascha Kampuschs, die im Alten von zehn Jahren entführt und jahrelang gefangen gehalten wird. Am 23. August 2006, nach achteinhalb Jahren oder, genauer gesagt, 3096 Tagen gelingt ihr endlich die Flucht. Der Film entstand nach einem Drehbuchfragment von Bernd Eichinger. Der deutsche Erfolgsproduzent starb 2011 unerwartete, bevor er das Skript fertigstellen konnte. Es wurde schließlich von Autorin Ruth Toma und Journalist Peter Reichard vollendet.

zu sehen. Mehrfachpreisträger Michael Ballhaus ( "Departed - Unter Feinden" ) führte die Kamera. Das Verlies, der zwei mal drei Meter kleine Raum mit der 1,60 Meter niedrigen Decke, wurde übrigens in den Bavaria Filmstudios nachgebaut.

Plot

Am Morgen des 2. März 1998 wird die zehnjährige Natascha Kampusch (Amelia Pidgeon) auf ihrem Schulweg von einem Mann in einen Lieferwagen gezerrt und in dessen Haus im Bezirk Gänserndorf verschleppt. Hier hat der arbeitslose Fernmeldetechniker Wolfgang Priklopil (Thure Lindhardt) in monatelanger Arbeit ein unterirdisches Verlies gebaut, in dem sein wehrloses Opfer die nächsten 3.096 Tage seines Lebens verbringen wird. Zunächst steht die minderjährige Natascha noch unter Schock, begreift nicht den Ernst der Lage. Erst nach und nach wird ihr bewusst, in welch auswegloser Situation sie sich befindet: Ihr Entführer hat sich das Mädchen ausgesucht, um es in seinem Keller als gehorsame Gespielin aufzuziehen. Den Machtwillen zur absoluten Hörigkeit zwingt der Kidnapper seinem Opfer in Form von Überwachung, seelischen Erniedrigungen und körperlicher Gewaltanwendung auf.

Die Außenwelt bekommt davon nichts mit: Nachdem sich die umfangreiche polizeiliche Fahndung als ergebnislos erwiesen und selbst Nataschas Mutter (Trine Dyrholm), die ihre Tochter vorwiegend alleine aufgezogen hat, jede Hoffnung aufgegeben hat, glätten sich auch die medialen Wogen. Man geht zur Tagesordnung über. Selbst Wolfgang Priklopils Mutter (Dearbhla Molloy), die ihren Sohn regelmäßig mit vorgekochtem Essen versorgt, ahnt nichts. Je länger der Aufenthalt in ihrem kargen Gefängnis dauert, je älter sie wird, desto mehr begreift Natascha (nun: Antonia Campbell-Hughes), dass ihre einzige Chance zu überleben die ist, sich auf das perfide Spiel ihres Entführers einzulassen. Sie beginnt, seine Schwächen für sich auszunutzen, und erreicht damit nach und nach mehr Freiheiten - auch wenn jeder Versuch der Auflehnung eine unbeherrschte Attacke ihres Peinigers heraufzubeschwören droht. Für das inzwischen volljährige Mädchen gibt es nach wie vor nur einen Gedanken: Flucht! Und eines Tages bietet sich ihr endlich die Gelegenheit.

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