Szene

ORF-Programmchefin will verzaubern

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:40

Seit 1. Jänner ist die neue alte ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner (nach ihrer Ära bis 2002) im Amt, am Dienstag frühstückte sie mit der Presse. Ganz so knackig wie die Kipferln ist ihr Ausblick auf die nächste, nach dem Flop 2007 "sukzessive und ganz professionelle Step-by-Step-Programmreformkette" zwar nicht, aber es gibt Hoffnung.

Seit 1. Jänner ist die neue alte ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner (nach ihrer Ära bis 2002) im Amt, am Dienstag frühstückte sie mit der Presse. Ganz so knackig wie die Kipferln ist ihr Ausblick auf die nächste, nach dem Flop 2007 "sukzessive und ganz professionelle Step-by-Step-Programmreformkette" zwar nicht, aber es gibt Hoffnung.

Bis Ostern wird fest evaluiert, sich hoffentlich neu gefunden, dann pilotiert und getestet. Im Herbst geht’s langsam ans Eingemachte, und – der Verdacht liegt nahe – Formaten wie "Chili" (letzter Wochenschnitt: 167.000 Seher) und dem "Villacher Fasching" an den Kragen.

Der Fokus liegt wieder einmal auf der Stabilisierung von ORF eins, das langsam mit Eigenproduktionen angereichert wird, um am Ende der langen, langen Reise den "jüngsten und modernsten Sender im Lande" zu positionieren. "Ja, Dienstag und Donnerstag sind große Herausforderungen", gesteht die Chefin ein – und weicht konkreten Details zur geplanten Umstrukturierung aus.

Dafür gibt’s eine klare Ansage ins Sachen Frühstücks-TV: "Das verdränge ich, weil ich’s so gern machen würde, wir’s uns in der ersten Phase aber nicht leisten können." Auf seichten Kaffeeklatsch à la Privatsender hat Zechner aber keinen Gusto: "Unser Augenmerk wäre auch hier die Infostrecke, Live-Gäste absolut wünschenswert!"

2012 gehen Programmschwerpunkte zu "Klima" sowie "Bewegung & Gesundheit" on air, der Traum von einer "Daily Soap" ist trotz Riesenpleite von "Mitten im Achten" noch nicht geplatzt. Die Causa Pelinka ist für die Ex-Musical-Intendantin übrigens "tertiär", am Gerücht, dass sich General  Alexander Wrabetz die Hoheit über die Information selbst vorbehält, "nichts dran".

Immer und immer wieder betont sie, wie viel Mut Neuerungen in Österreich verlangen – und streut abschließend ihrem rhetorisch weniger diplomatischen Vorgänger Wolfgang Lorenz sogar indirekt Rosen: "Ich bin Optimierer, nicht Sanierer" – und für den ORF, wenn diesmal alles gut geht, kein Rohrkrepierer.

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