Der gerade angelaufene ORF-Herbstschwerpunkt ist kein Ersatz für die Aufführungen, die jetzt durch den neuen Lockdown ausfallen, aber das war auch gar nicht geplant. "Diese Herbst-Aktion gibt es nun schon seit einigen Jahren", meint ORF Kulturchef Martin Traxl zu "Heute", "und wir bündeln jetzt das alles, was heuer an Dokus neu entstanden ist."
Die Dokumentationen werden großteils in den Programmen "matinee", "DokFilm" (beides sonntags) und "kulturMontag" zu sehen sein. Highlights sind dabei die Dokus "Alain Delon, persönlich" (8. November), die Paul-Celan-Doku "Antschel" (9. November), "Proben mit Franz Welser-Möst" (15. November) und "Adolf Loos – Visionär & Provokateur" am 30. November.
In "Penissimo" wird am 29. November die kulturhistorische Bedeutung des männlichen Geschlechtsorgans analysiert und am 13. Dezenber mit "Beethoven reloaded" das Beethoven-Jahr 2020 beendet.
"Beim abgesagten Weihnachtskonzert (21. Dezember) werden wir es so machen, dass wir Künstler versammeln möchten und so zumindest für die TV-Zuschauer ein kleines Weihnachtskonzert auf die Beine stellen", sagt Martin Traxl, "Kunst ist eine Seelennahrung und wie diese gebraucht wird, spürt man ja jetzt am meisten."
"Kurzfristig werden die negativen Aspekte überwiegen, wirtschaftlich wird es ja für viele Künstler und Institutionen schwierig. Aber mittelfristig wird das alles zu einer Stärkung der Szene führen, weil den Menschen klar wird, wie nötig Kunst und Kultur sind!", so Traxl.