Filmproduzent Alfred Ninaus und sein Team reisten für Dreharbeiten aus der Steiermark nach Italien. Für den ORFIII-Zweiteiler "Die Habsburger im Süden" und die Serie "Erbe Österreich" wandelten sie erst in Pisa auf den Spuren der österreichischen Herrscher-Dynastie. Am vergangenen Sonntag ging es weiter nach Florenz. Die Crew filmte im berühmten Boboli-Garten und setzte sich danach in ein Kaffee beim Palazzo Pitti. "Unser Auto stand etwa 40 Meter von uns entfernt", erzählt der Chef von Ranfilm im "Heute"-Gespräch.
Als plötzlich zwei Polizisten anrückten und den Wagen umzingelten, lief Ninaus schnell hin. "Jemand hatte praktisch vor unseren Augen die Scheibe eingeschlagen und unser Equipment im Wert von rund 65.000 Euro gestohlen." Neben einer teuren Drohnen-Kamera und einer Steadycam befanden sich auch noch die Speicherkarten drin. "Wir waren total geschockt, auch weil es so schnell ging."
Dem noch höheren Tempo der Carabinieri verdankt es Ninaus, dass der Dieb im nahegelegenen Park tatsächlich geschnappt werden konnte. "Es war eine Sache von Minuten. Der Mann wartete offenbar darauf, von seinem Komplizen abgeholt zu werden. Er hatte noch alle Kameras bei sich", freut sich der Filmproduzent. Eine Nachbarin hatte den Einbruch beobachtet und geistesgegenwärtig die Polizei gerufen. "Wäre das Equipment gestohlen worden, hätte das nicht nur einen großen Schaden verursacht. Wir hätten auch den ganzen Drehtag wiederholen müssen. Zum Glück ging das gut aus."