Anrainerproteste wegen der Verkehrssituation und ein Bezirk, der sich bei der Flächenwidmung querlegt: Der Umbau des ORF-Hauses am Küniglberg (Hietzing) könnte sich verzögern - und verteuern.
Anrainerproteste wegen der Verkehrssituation und ein Bezirk, der sich bei der Flächenwidmung querlegt: Der Umbau des ORF-Hauses am Küniglberg (Hietzing) könnte sich verzögern – und verteuern.
Geplanter Baustart fürs neue Headquarter, an dem alle Standorte vereint werden sollen, war 2018. Nun spießt es sich: Der ORF informierte diese Woche den Finanzausschuss des Stiftungsrates, dass der Fahrplan nicht halte. Die Gründe: Wie "Heute"-Leser zuerst wussten, stimmte der Bezirk Hietzing im Oktober der für den Ausbau nötigen Flächenwidmung nicht zu. Außerdem forderte Hietzing eine Tiefgarage auf dem ORF-Areal.
Mehrere Bürgerinitiativen befürchten Parkplatzprobleme und protestieren gegen eine höhere Verkehrsbelastung durch bis zu 700 zusätzliche Mitarbeiter am Standort. Auch der ORF selbst sorgt für Verzögerungen, forderte bessere Bus- Intervalle auf den Küniglberg. Wenn erst ab 2019 ausgebaut wird, könnte das auch das geplante Budget von 303 Millionen Euro in die Höhe treiben. Dem Stiftungsrat soll in dieser Sache noch im Dezember ein neuer Bericht vorgelegt werden.
Ö1 soll weiter im Funkhaus bleiben
Die Rhomberg Baugruppe hat den Zuschlag für den Kauf von 60 % des ORF-Gebäudes in der Argentinierstraße erhalten, will hier etwa Wohnungen bauen. 40 % behält der ORF – u. a. für Radio Wien, Radiokulturhaus. Die IG Funkhaus möchte, dass auch Ö1 bleibt: 5.000 m2 sollen mithilfe von Spendern für den Sender gekauft werden.