Szene

Oscar Skandal: Versprechen und Boykott-Aufruf

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:02

Das zweite Jahr in Folge sind keine afroamerikanischen Schauspieler für einen Oscar nominiert, und das trotz hervorragender Leistungen, die zumindest ein paar Plätze auf den Top-5-Listen der Preisanwärter gerechtfertigt hätten. Spike Lee und Jada Pinkett Smith riefen daher zum Boykott auf, Academy Präsident Cheryl Boone Isaacs versprach Verbesserungen.

Das zweite Jahr in Folge sind keine afroamerikanischen Schauspieler für einen Oscar nominiert, und das trotz hervorragender Leistungen, die zumindest ein paar Plätze auf den Top-5-Listen der Preisanwärter gerechtfertigt hätten. riefen daher zum Boykott auf, Academy Präsident Cheryl Boone Isaacs versprach Verbesserungen.

"Ich möchte die wundervolle Arbeit der diesjährigen Nominierten würdigen", schrieb Isaacs in einer Presseaussendung, "Während wir ihre außerordentlichen Leistungen feiern, bin ich aufgrund der fehlenden Einbindung [unter anderem von afroamerikanischen SchauspielerInnen, Anm.] frustriert und am Boden zerstört. Das ist eine schwierige und wichtige Diskussion, und es ist Zeit für große Veränderungen. Die Academy unternimmt dramatische Schritte, um ihre Zusammensetzung zu ändern. In den kommenden Tagen und Wochen werden wir untersuchen, wie unsere Mitglieder rekrutiert werden, um die dringend gebrauchte Vielfalt in unsere Klasse von 2016 und darüber hinaus einzubringen.

"Wie viele von Ihnen vielleicht wissen, haben wir während der letzten vier Jahre Änderungen vorgenommen, um die Diversität in unseren Reihen zu steigern. Wir müssen mehr machen, besser und schneller dabei sein. Das ist für die Academy nichts Neues. In den Sechzigern und Siebzigern ging es darum, jüngere Mitglieder anzuwerben, um lebendig und zeitgemäß zu bleiben. Im Jahr 2016 müssen wir alle Facetten einbinden: Gender, Rasse, Ethnizität und sexuelle Orientierung. Wir erkennen die sehr reellen Bedenken unserer Gemeinschaft und daher weiß die Bemühungen Aller wertzuschätzen, die an mich herangetreten sind, um gemeinsam voranzuschreiten."

Boykott

Sollte Regisseur Spike Lee sich an besagtem Gemeinsamen Voranschreiten beteiligen, wird dies erst nach der Oscar-Verleihung 2016 geschehen. In einem Instagram-Post bedankte er sich für seinen im November erhaltenen Ehrenoscar, kündigte zugleich aber sein Fernbleiben von der diesjährigen Gala an. Das Problem liege nicht bei der Academy, sondern in den Büros der Hollywood-Studios. Letztere verhindern laut Lee die Gleichstellung von Weißen und Schwarzen im Film Biz.

Auch Jada Pinkett Smith drückte ihren Unmut in den sozialen Medien aus. Via Twitter verkündete sie: "Bei den Oscars... sind farbige Menschen immer herzlich dazu eingeladen, Preise auszugeben... sogar zu unterhalten. Aber wir werden kaum für unsere künstlerischen Leistungen honoriert. Sollten farbige Menschen überhaupt darauf verzichten, teilzunehmen?"

 

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