In der norwegischen Kleinstadt Steinkjer spielten sich in der Nacht zum Ostersonntag dramatische Szenen ab. Ein Mann zwischen 30 und 40 fuhr mit seinem Auto auf einen Gehsteig auf und krachte in mehrere Passanten, berichtete der Sender NRK. Er war zum Zeitpunkt der Tat offenbar stark alkoholisiert.
Ein Mann zwischen 20 und 30 starb laut Polizeiinfos im Krankenhaus, zwei weitere Menschen wurden verletzt. Am Sonntag sprach die norwegische Justizministerin Emilie Enger Mehl von einem "tragischen" Vorfall und sprach den Betroffenen ihr Mitgefühl aus. Wie Ermittler angaben, soll der Tatverdächtige zum Zeitpunkt unter starkem Einfluss von Alkohol gestanden haben.
Die Polizei ging zunächst von Absicht aus, die Anwältin des kurz nach der Tat festgenommenen Verdächtigen sagte jedoch dem Sender NRK, ihr Mandant habe kein ausreichendes Verständnis über die Geschehnisse und müsse vor der geplanten Befragung untersucht werden. Der Mann war der Polizei bereits vorher bekannt.
Zunächst wurde der Verdächtige in ein Krankenhaus gebracht und dort bewacht. Er sei sehr betrunken und könne vorerst nicht befragt werden, hieß es am Sonntagvormittag von der Polizei. Wegen der unklaren Hintergründe der Tat ordnete diese landesweit vorübergehend besondere Sicherheitsmaßnahmen an.