Nachdem sich bereits Erwin Pröll zur Essl-Kunstsammlung geäußert hatte, sieht Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) bei einer allfälligen Rettung der Baumarkt-Kette bauMax die Banken am Zug. Von diesen müsse ein "wesentlicher Beitrag" kommen, sagte er im ORF-"Report" am Dienstag. Dies wird auch Thema beim Runden Tisch am Mittwoch sein sein.
Nachdem sich bereits sein sein.
Ostermayer verwies darauf, dass die kolportierten Kosten für die Rettung der angeschlagenen Baumarkt-Kette in Höhe von einer Mrd. Euro nicht mit dem Verkauf der Kunstsammlung gelöst werden könnte. "Es müsste auch ein Beitrag von den Banken kommen, damit insgesamt es diese Lösung geben kann", so Ostermayer. Es gehe ihm vor allem um die Sicherheit der rund 4.000 in Österreich betroffenen Beschäftigten, um eine Jobgarantie.
"Wenn überhaupt jemand diese Garantie geben kann, dann sind es die Banken", so der Minister. Er sieht die Banken auch deshalb am Zug, da diese ja auch "das Risiko mitübernommen" hätten, indem sie die entsprechenden Kredite gegeben haben.
"Bund muss ja nicht kaufen"
Zum Vorschlag Essls, die Republik solle die Sammlung um 86 Mio. Euro kaufen, meinte Ostermayer: "Es heißt ja nicht automatisch, dass der Bund kaufen muss. Ich sehe meine Aufgabe auch so, dass es um Brücken bauen geht, vielleicht gibt es auch andere Lösungen, die dazu führen, dass diese Arbeitsplätze erhalten werden." Und selbst wenn sich der Bund entscheiden sollte, die Sammlung zu kaufen, "stellt sich auch die Frage, wie wir das finanzieren - müsste das auf einmal finanziert werden oder auf längere Zeit"
Auch ein Ergebnis, dass die Sammlung an die Banken gehen würde - "und das dann für eine Garantie für die Arbeitsplatzsicherheit sorgen würde", würde Ostermayer unterstützen. Einem Ergebnis des für Mittwoch angesetzten Runden Tisches im Kanzleramt wollte der Minister freilich nicht vorgreifen.