Österreich liegt bei den Super-Reichen mit einem privaten Finanzvermögen von mehr als 100 Millionen Dollar weltweit an 12. Stelle. Setzt man dies ins Verhältnis zur Gesamtzahl der Haushalte in Österreich, liegt Österreich sogar an 3. Platz.
Dass wenige sehr viel besitzen und sehr viele nur sehr wenig, stellt eine Schieflage dar, die durch viele Studien - etwa der Österreichischen Nationalbank oder der Europäischen Zentralbank - erwiesen ist. Nun hat das Beratungsunternehmen Boston Consulting Group die aktuelle "Reichtums-Studie 2013" vorgelegt. Das Ergebnis: Nur in Hong Kong und der Schweiz leben mehr Super-Reiche, als in Österreich.
Weiteres, nicht überraschendes Ergebnis der Studie: Reichtum hat wenig mit erbrachter Leistung zu tun, sondern entsteht vorwiegend aus Erbschaften sowie Gewinn- und Besitzeinkommen. Zudem ist Vermögen im Gegensatz zum Faktor Arbeit kaum bis gar nicht besteuert.
AK fordert Reform der Erbschafts- und Schenkungssteuer
Die AK fordert mehr Gerechtigkeit und einen höheren Beitrag durch die Einführung einer gestaffelten Millionärssteuer auf hohe Privatvermögen und die Einführung einer reformierten Erbschafts- und Schenkungssteuer mit einem Freibetrag von einer Million Euro. Solche Steuern treffen die wirklich großen Vermögen und nicht den Mittelstand.