Österreich holt Kinder von IS-Anhängerin zurück

Zwei Buben einer IS-Sympathisantin dürfen nach Österreich.
Zwei Buben einer IS-Sympathisantin dürfen nach Österreich.Bild: picturedesk.com/APA
Zum ersten Mal dürfen zwei Kinder einer IS-Sympathisantin nach Österreich zurück. Das Außenministerium bereitet derzeit eine Rückholaktion vor.
Zwei Buben einer Anhängerin der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) werden nach Österreich zurückgeholt, berichtet das "Ö1"-Morgenjournal. Es ist die erste Rückholung von IS-Kindern in Österreich.

Das Außenministerium habe die Umstände des Falles akribisch geprüft und bereitet eine Rückholaktion für die beiden Waisen vor.

Alle Voraussetzungen für Rückholung erfüllt

Es seien alle Voraussetzungen für eine Rückholung erfüllt, so der Sprecher des Außenministeriums Peter Guschelbauer gegenüber "Ö1".

CommentCreated with Sketch.41 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Es liegt ein positiver DNA-Test vor, die Kinder sind somit eindeutig identifiziert", erklärt Guschelbauer weiter. Außerdem gebe es auch eine Entscheidung eines österreichischen Gerichts zur Obsorge.

Mutter vermutlich tot

Das Sorgerecht für die beiden Buben im Alter von 3 und 1,5 Jahren würde bei den Großeltern liegen. Die beiden Kinder leben seit einigen Monaten im Wüstenlager Al-Hol, das von den Kurden kontrollierten wird.

Die Mutter der zwei Buben ist vermutlich tot. Sie war im Jahr 2014 von Wien nach Syrien aufgebrochen. Vom Vater fehlt ebenfalls jede Spur.

Laut dem Anwalt der Großmutter dürfte die Frau im März bei der Schlacht um die letzte IS-Hochburg Baghuz getötet worden sein, berichtet der "ORF Wien". Die Großmutter fand ihre Enkelkinder schließlich mit der Unterstützung eines Politologen im kurdischen Gefangenenlager.

Nun werden sie nach Österreich zurückgeholt. Ihr Gesundheitszustand sei stabil, so Guschelbauer. Nähere Details wurden nicht genannt. (wil)

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